25.05.2015 – Immer noch in Riga

Wir sind gestern durch die Stadt, Richtung Bahnhof bzw. Post und den Markthallen gegangen. Haben  bei der Post einen leeren Karton gekauft, um die überflüssigen Teile nach Hause zu schicken und somit das Gewicht auf der Maschine zu reduzieren. (Wir könnten ja auch aufhören zu essen, kann man auch machen, aber das wollen wir nicht!)

Das Paket und ich

In der Nähe der Markthallen hat man einen wunderbaren Blick auf ein Geschenk aus Moskau aus alten Zeiten, wohl ein Geschenk an jeden Staat des Warschauer Paktes (bis auf Prag und Budapest, meine ich), um die Verbundenheit und Freundschaft zum Sowjetischen Volk zu demonstrieren.

Das Sowjetische Geschenk

Ein Traum an Architektur! (Hier im Volksmund:“Stalins Geburtstagstorte“ genannt)
Na ja, dafür waren die Markthallen interessanter, ehemalige von den Deutschen erbaute Fertigungshallen für Zeppeline. Es gibt separate Hallen für Fisch, Fleisch, Gemüse und Sonstiges. Es sah alles ehr gut aus, machte auch einen hervorragenden Eindruck.
Anschließend sind wir dann kreuz und quer durch die Gassen der Altstadt, haben interessante Gebäude entdeckt, vor allem Kirchen, es gibt hier Kultur zu Hauf.

Heute morgen haben wir den Akt vollzogen, und das Päckchen auf die Reise geschickt. Nach einigen Diskussionen mit der netten Dame am Schalter (sie musste wegen uns ihre Zeitung weglegen) hatten wir es dann geschaftt.

Der Versandauftrag

Danach ging es per Bahn weiter nach Jurmala, dem Badeort der Leute aus Riga oder sonstwo.
Ein 30 km langer Strand, ca. 60 – 70 m breit, endlos. Ein Genuss dort entlang zu laufen, und das bei Temperaturen von 23 Grad. Einfach super!

Strand von Jurmala, unendlich weit

Auch die Stadt hinter dem Strand war beeindruckend, alte restaurierte und unrestaurierte Villen wechslen sich mit neuester Architketur ab, aber meistens sehr harmonisch und interessant. Dieser Strand ist ein absolutes „MUSS“ falls jemand Riga besucht. Und am einfachsten ist es mit dem Zug ab Riga HBF, Fahrzeit 30 min, (keine Parkplatzsorgen). Kosten für 2 Personen Hin-und Zurück:  5,30€. Da kann man doch nicht meckern….:-)

23.05.2016 – Wir sind in Riga

Gestern sind wir zügig von Klaipeda nach Riga gefahren, so ca. 340 km. Die Strassen sind in einem akzeptablen Zustand, nur sollte man vorhaben, in Lettland einfach von der Hauptstrasse abzuweichen und über die Dörfer zu fahren, muss man halt mit einer Schotterstrasse rechnen, das ist noch so. Haben wir auch nicht gemacht 🙂 und das Motorrad hat auch gehalten, keine neue Schadensmeldung, allerdings hat Christel eingige Problemchen, dazu später.

Das Wetter hat auch super mitgespielt, und wir haben das Hotel mitten in Riga dank des Navis hervorragend gefunden, das Motorrad steht in einem geschlossenen Hinterhof, passt alles.
Gestern abend dann noch etwas essen und trinken, die Stadt lebt, viele Leute unterwegs, es reiht sich Kneipe an Kneipe, Souvenirladen an Souvenirladen, das muss wohl so sein, und wenn man mittendrin wohnt, dann muss man damit leben.

Nach einem sehr leckeren Frühstück haben wir dann eine Stadtrundfahrt mit einem Hop-on hop-off gemacht, um einen ersten Eindruck auch von einigen Außenbezirken zu gewinnen. War sehr informativ, und so haben wir dann zu Fuß das „Jugendstilviertel“ erkundet, einige sehr schöne Häuser, toll restauriert, und bei einigen Gebäuden ist halt noch viel Arbeit zu verrichten, es ist so. Zuvor waren wir in der „Russisch-Orthodoxen Kathedrale, wunderschön restauriert, ein wirklich imposanter Eindruck.

Die Rusisch Orthodoxe Kathedrale

Die lettische Freiheitstatue

Den Bereich der Innenstadt mit dem Dom haben wir für morgen auf dem Programm, sind ja noch lange genug hier.

Ein Einblick in die vielen Gassen

Mal etwas generelles, vielleicht ist der Eindruck entstanden, daß Klaipeda keinen Flair hat, hat es aber schon, nur es muss noch viel gemacht werden. Die in dem Reiseführer gemachten Aussagen bezüglich Schönheit und Sehenswürdigkeit sind einfach nicht da, auch mit viel Wohlwollen nicht. Das Gleiche gilt auch für Nida. Deshalb werden wir die weiteren Aussagen des Reiseführers noch weiter relativieren. Allerdings für Riga sind die Erwartungen bisher voll erfüllt worden.

Auffallend ist, daß es sowohl in Litauen wie hier in Lettland viele junge Leute gibt, auch viele junge Mütter mit Kinderwagen, es scheint hier keine Schwierigkeiten mit der Überalterung der Bevölkerung zu geben, wobei Litauen ca. 3,0 Mio., Lettland ca. 2,0 Mio und Estland ca. 1,3 Mio. Einwohner hat. Der Anteil der Russen liegt in Litauen bei ca. 5,3%, in Lettland bei ca. 30% und in Estland bei ca. 25%. Politisch gesehen ist das schon eine brisante Mischung, was sich bisher im Stadtbild aber nicht so bemerkbar macht.
Gut, die Beschriftungen und Speisekarten sind in Lettisch, Englisch und Russisch, die meisten jungen Leute in den Kneipen und Restaurants sprechen Englisch, ist also kein Problem. Die Menschen sind sehr höflich und zuvorkommend, hinterlassen bisher einen sehr positiven Eindruck.
Das zeigt sich auch beim Motorradfahren, rücksichtsvoll, nicht agressiv, ich habe keine Schwierigkeiten. Der Sprit kostet im Schnitt so 1,10 € Benzin. Beim Bier und bei den Speisen ist es hier in Riga so wei bei uns (sind halt im Tourizentrum), in Litauen war es um einiges billiger.

Ach ja, warum die BAS (Beste aller Sozia) sich auf dem Motorrad nicht so wohl fühlt:
Sie ist der Meinung, dass unsere Machine um einiges überladen sei, was man durchaus in Betracht ziehen könnte. Aber an das zulässige Gesamtgewicht von 450 kg (davon 230kg die Machine) kommen wir auch nicht mit Gepäck heran. Umso erstaunlicher, das wir den dritten Schaden hatten, vielleicht sollte ich mal die Reifenmarke wechseln.
Wie auch immer, wir werden das Gesamtgewicht reduzieren, bei uns direkt geht es ja nicht so schnell, aber vielleicht schicken wir ja ein Paket mit ein paar Sachen, die wir zuviel mitgenommen haben, nach Hause. Wir arbeiten dran 🙂

21.05.2016 – Klaipeda

Bei uns geht es jetzt geregelter zu.
Mit dem Hotel Ararat haben wir echt Glück gehabt, ein sehr großes Zimmer, fast so groß wie unser Wohnzimmer.
Und wie es für die BAS (Beste aller Sozia) fast selbstverständlich ist, unsere erste große Wäsche stand an. Ok, die Sachen stanken schon ein bisschen, aber sie hat es so gewollt.
Dann sind wir in die Altstadt, ca. 15 min. zu Fuß, und haben dann die deftige einheimiche Küche genossen. Auch das lokale Bier war absolut in Ordnung; gut gegessen, gut getrunken, für 36,-€, kam mir fast vor wie in Tschechien.
Und wieder zurück im Hotel, kam Christels berühmte Aussage:

„DIE SOK-KEN SIND TROK-KEN!!!“

Das habe ich dann noch öfters gehört, sowie den weiteren Spruch (z.B. wenn ihr etwas nicht so ganz passt) .

DEM SOLL MAN DIE E…….AN DIE OHREN NAGELN!!

Am nächsten Tag haben wir dann die Stadt Klaipeda erkundet. Uns gegenüber ist direkt ein Skulpturenpark mit fast 80 Werken, allerdings aus den Zeiten vor der Wende, und das merkt man auch, alles ein bisschen seelenlos. Und in der Stadt gibt es dann auch noch etliche andere Werke. Unserm Taschenreiseführer folgend, haben wir dann die schönen Bauten, bzw. Gebäude in Klaipeda, so wie beschrieben, auch gefunden, aber den beschriebenen Charme konnten wir nicht nachvollziehen. Oder der Hype um das „Ännchen von Thurau“, eine Statue auf einem seeelenlosen Platz, unerklärlich.
(Muss ein bekanntes Volkslied sein, siehe Youtube)
Am Tag danach, also heute, sind wir mit dem Motorrad auf die kurische Nehrung gefahren, bis zur Litauisch/Russischen Grenze.

Dort sprachen wir mit einem italienischen Motorradfahrer, der schwer bepackt war, und erfuhren, er wolle einmal um die ganze Welt, ca. 1,5 Jahre. Was sind dann unsere knapp 2 Monate????
Und es ging in die berühmte Stadt Nida, in der auch Thomas Mann seine Sommer verbrachte und dessen Haus heute ein Museum ist.
Sonst war nicht viel Schönes an der Stadt, was uns begeistert hätte, sowie die Nehrung, na ja. Strassen sind in einem schlechten Zustand, trotz 5,-€ Mautgebühr. Was super geklappt hat, war die Fähre zum Haff.
Sagen wir mal so, touristisch ist Klaipeda und die Nehrung nicht der Bringer, würden wir bestimmt nicht mehr machen, es kann nur besser werden.

Morgen geht es dann nach Riga, dort bleiben wir dann bis Freitags, unser Plan hat sich schon verschoben, aber wir können es ja…

19.05.2016 – Wir sind in Klaipeda…..

…..ja, wir haben es geschafft!!!!

Am Mittwoch morgen hervorragend gefrühstückt, und nach einem Anruf bei der Werkstatt war klar, das Motorrad ist fertig!!!!!!!!
Also nichts wie hin,

Und dann stand sie endlich da, danke nochmal an die Firma Helm!

Das Auto abgegeben, und da wir noch Zeit hatten zu unserem Ziel Ostuferhafen in Kiel, sind wir noch bei unserem Freund Bertold vorbei gefahren, und wir konnten ein bisschen quatschen, und es geht ihm gut. Gott sei Dank.

Weiter dann zum Fährterminal nach Kiel, wir hatten ausreichend Zeit, alles easy. Der Eincheckvorgang auch problemlos, nur halt ein bisschen langwierig.

Bis ich dann mit dem Motorrad auf die Fähre kam, dauerte  es ein bisschen. Christel war schon mit dem Gepäck in einem Shuttlebus vorraus zur Fähre gefahren, ich musste noch warten und 5 andere Motorräder auch, und auch die PKW, vorrangig waren die LKW.

Und dann war es geschafft, die Maschine wurde vom Personal festgezurrt, und dann ging es zum Deck 5, wir waren auf Deck 1, aber kein Fahrstuhl! Jetzt war mir klar, warum der Merkzettel beim Einchecken empfohlen hatte, dass die Beifahrer bitte mit dem Gepäck mit dem Suttlebus fahren sollten, denn das Treppenhaus zum Deck 5 waren eng, und es waren verdammt viele Stufen.
Aber einmal an Bord, alles ok, wir hatten eine schöne Kabine, die Bar hatte genug Bier, das Abenessen war ok, und preiswert. Allgemein hatten wir einen sehr positiven Eindruck. Das Frühstück war auch in Ordnung, und dann hiess es warten, die Ankunft in Klaipeda war für 16:30 terminiert. Alles hat zeitlich gepasst, nur die Durchsagen an Bord ließen  sehr zu wünschen übrig. Sie waren schwer zu verstehen, und das Wichtigste: auf die Infos, wer wann wo zu den Fahrzeugen muss, haben wir sehr lange gewartet. Auch die Regelung des Bustransfers war suboptimal, jedenfalls war Christel an einem anderen Ort als ich gelandet. Eine vertrackte Geschichte.
Aber dann hat alles geklappt, wir haben uns auf dem riesigen Gelände in Klaipeda gefunden (wäre eine eigene Geschichte), und sind dank unseres hervorragenden Navis sicher in unserem Hotel angekommen.

Und da steht unser Motorrad vor dem Hotel Ararat in Klaipeda!

WIR SIND ANGEKOMMEN!

 

17.05.2016 – Unser Weg zur Fähre nach Kiel

…ja, so war es gedacht!
Gestern, also am Pfingstsonntag, sind wir durch Wismar gebummelt, die Sonne schien, etwas kalt und windig.
Und die Stadt ist jetzt nicht unbedingt dazu angetan, einem das Herz aufgehen zu lassen.
Aber wir haben den Tag ganz gut verbracht und sind immer noch guter Laune.

Der Tag danach, also heute:
um 7:30 ging das Telefon, die besagte BMW Werkstatt, rief an und teilte uns mit, daß BMW in Lübeck gar keine Motorräder verkaufe und auch keine Werkstattarbeiten durchführt. Das saß!
Und nu??? Habe erst die Versicherung wieder angerufen, einer bisschen sehr überforderten Mitarbeiterin den neuen Sachverhalt erklärt, wobei sie um ein wenig Bedenkzeit bat.
Nach 10 min. Rückruf der Versicherung, ob ich denn eine Werkstatt wüsste, wo der Reifen evtl. vorrätig sei. Meine Antwort, wie ich denn bitte schön als Ortsfremder, der zur Zeit in Wismar ist, wissen soll, welche Werkstatt in Lübeck den passenden Reifen habe.
Danach habe ich mit der Abschleppfirma gesprochen, die hatten auch keinen blassen Schimmer, wo denn eine Werkstatt sei.
Zwischenzeitlich erreichte mich eine SMS des Versicherers, ich solle mich melden, sobald ich denn eine Werkstatt wüsste.
????? habe ich jetzt alles an der Backe, die anderen kriegen es nicht auf den Pinn????

Also im Internet Reifenfirmen in Lübeck ausfindig gemacht, dann der Versuch mit den Firmen telefonisch in Kontakt zu treten.
Bei der 1. Firma, der Reifen ist da, hat aber keine Kapazitäten frei, den auch zu montieren, jedeenfalls nicht am Dienstag, das mit der Fähre werd nicht gehen.
Bei der 2. Firma hatte der Reifen 2 Tage Lieferzeit, ebenso bei der dritten.

Dann hatten wir die Idee, wir kaufen den Reifen bei der 1. Werkstatt, fahren den zur 2. Werkstatt, und alles ist paletti! Superidee!

Nur vor der Realisierung musste ich ja wieder anrufen, mittlerweile war es 10:00, und es gab kein Durchkommen. Eine Warteschleife jagte    die nächste, insgesamt bestimmt eine ganze Stunde. Zwischenzeitlich merkten wir, das wir keine Chance haben, überhaupt an die Fähre im entferntesten zu denken.

Zum Glück klappte es, daß ich mit der Firma 1, also die mit dem passenden Reifen, einigermaßen schnell in Kontakt kam, ich ihm mitteilte, dass wir das Motorrad zu ihm schleppen werden, und er doch bitte im Laufe des nächsten Vormittages den Reifen montieren möge. Es kam ein gequältes „Jau“, aber er wird es schon schaffen.
Dann wieder die Versicherung angerufen, die erteilt dem Abschleppunternehmer einen neuen Auftrag, der Leihwagen wurde um einen Tag verlängert, und nach Diskussion wurde auch noch eine Kostenzusage für eine Hotelübernachtung gemacht.

Und was wird aus uns beiden, was machen wir denn?
Zuerst das Hotel in Klaipeda storniert, ging noch ohne größeren Schaden.
Zwischenzeitlich hatte ich bei unserem Fähragenten auf der Homepage gesehen, dass auf der Fähre am Mittwoch noch eine gleiche Kabine frei ist, so wie wir gebucht hatten origanal für den Dienstag.
und nach einigen Minuten Warteschleife konnte ich meinen Vorschlag der Agentur unterbreiten, und kaum zu glauben, gegen einen kleinen Umbuchungsobulus konnten wir die Fähre auf Mittwoch verschieben!
Und ein neues Hotel in Klaipeda haben wir dann auch noch gebucht, alles Bestens.

MÜSSTE DOCH ALLES KLAPPEN!

Wir sind dann mit dem schönen Leihwagen (Skoda Octavia Superb, Kombi, 4×4) von Wismar nach..

Lübeck

Richtig, nach Lübeck.
Haben uns ein schönes Hotel genommen, direkt in der Stadt, und harren der Dinge, die dann morgen auf uns zukommen.

15.05.2016 – Fahrt nach Wismar

Am Pfingstsonntag ging es endlich los.  Die Umbauarbeiten zu Hause fast alle erledigt, Zeit für den Urlaub. Um ca. 10:00 Uhr fuhren wir los, die Wetteraussichten waren allerdings nicht die besten. Ein Temperatursturz von 24° auf 11°, es war Regen und heftiger  Wind angesagt, aber trotzdem hatten wir gute Laune.

 

Es ging auch gemütlich los, unser Navi und auch die Sprechanlage taten ihren Dienst, allerdings noch gewöhnungsbedüftig. Aber mit ein bisschen Fine-Tuning war es dann noch besser.

Und in Münster hat es uns voll mit dem ersten heftigen Schauer erwischt, nicht lange, aber heftig. Und es wurde kalt auf dem Motorrad, Also an der ersten Haltemöglichkeit haben wir die Regensachen angezogen, um besser vor Wind und Regen geschützt zu sein. War auch in Ordnung, kaum Verkehr. Alles Bestens. Um Bremen bis Hamburg  wechselten Sonnenschein und Regen miteinander ab, die Kälte zog so langsam in den Körper.  Nach Hamburg klarte es auf, Stimmung stieg, die Vorfreude auf einen warmen Raum und ein kühles Bierchen nahm zu.

Das Navi führte uns geschickt um Hamburg herum, keine Staus, Wetter wurde besser, und zwischen Mölln und Ratzeburg wurde ein kleines Päuschen eingelegt.
Danach liess sich das Motorrad nicht mehr so einfach lenken, mag an den heftigen Spurrillen liegen, irgendwie komisch. Alte Erinnerungen wurden wach, das Gefühl kannte ich, hatte ich schon mal auf der Fahrt nach Erfurt, ein Plattfuß hinten. Als ich an der nächsten Kreuzung das Motorrad kaum lenken konnte, war mir klar, bestimmt ein Plattfuß!
Und richtig! EIN PLATTFUSS! Und das an Pfingstsonntag! Und am Dienstag geht unsere Fähre von Kiel nach Klaipeda!

Wir können es nicht ändern, die Versicherung angerufen, die machte einen tollen Job, und innerhalb von 30 Minuten war der Abschleppwagen da! Toll, und weiter? Erst mal das Motorrad auf den Abschleppwagen,

dann
– Mottorrad zur BMW Werkstatt nach Lübeck


– Leihwagen vom Abschleppunternehemer zur Fahrt nach Wismar
– Am Dienstag, wenn denn ein Reifen bei BMW vorhanden ist, mit dem Auto nach Lübeck
– weiter mit dem Motorrad nach Kiel zur Fähre

So der Plan, ob es denn so funktioniert, werden wir am Dienstag morgen erfahren. Also sind wir mit dem Leihwagen nach Wismar, ins Hotel, alles super. Schnell umgezogen, denn der Hunger und der Durst wurden doch heftig. Wurden auch schnell fündig, und nach einem Gläschen Bier und etwas im Magen ging es dann schon besser!

Wohlgemerkt, es ging uns die ganze Zeit gut, hatten immer noch gute Laune, und wir einen Plan B!
Sollten wir die Fähre verpassen, dann fahren wir halt entlang der deutschen und polnischen Küste nach Litauen usw…..

Denn wir sind frei in unseren Entscheidungen, und es bleibt spannend!

We will keep youn on the track!

Baltikum 2016 – Unsere Planung

In knapp 2 Wochen ist es soweit!!!

Ein wesentlicher Unterschied zu der Tour, die wir im letzten Jahr machen wollten, ist: Es gibt keine Zeitvorgaben mehr, und deshalb geht es auch nicht mit der Fähre wieder zurück nach Kiel, sondern wir wollen entlang der polnischen Ostseeküste und dann weiter der deutschen Ostseeküste folgen.

Da wir die Fähre von Kiel nach Klaipeda für Dienstag, den 17.05.2016 gebucht haben, kam uns die Idee, vorher noch zu unseren Freunden nach Scharbeutz zu fahren und das Pfingstwochenende gemeinsam zu verbringen. Lässt sich leider krankheitsbedingt nicht realisieren.  Auf diesem Wege nochmals die besten Genesungswünsche!!!!!

Und so haben wir uns kurzfristig entschieden, am Pfingstsonntag nach Wismar zu fahren und von dort am Dienstag weiter nach Kiel zur Fähre nach Klaipeda. Im Gegensatz zu unseren anderen Touren haben wir diesmal nur ein Hotel in Klaipeda vorgebucht, so dass wir frei entscheiden können, wie lange wir wo bleiben.

Ein Gefühl von Freiheit! 

Natürlich haben wir schon eine Idee entwickelt, wie wir uns die  Tour vorstellen.

 

Wir wollen auf keinen Fall nur Motorradkilometer abreissen, das war noch nie unser Ding, sondern in den größeren Städten auch ein paar Tage verbleiben, um diese ein bisschen kennen zu lernen, die Eindrücke auf uns wirken lassen. Und so hat sich so etwas wie ein Zeitplan entwickelt, ob es denn so kommt, wir werden sehen, und wie das Ende der Tour aussehen kann, keine Ahnung, vielleicht können wir doch noch unsere Freunde in Scharbeutz besuchen.

 

Dem aufmerksamen Beobachter wird nicht entgangen sein, daß wir die Tour während der Fußball EM in Frankreich machen, mal sehen was uns in Polen erwartet, sollten beide Mannschaften evtl. gegeneinander spielen 🙂

Wir werden versuchen, diesen Blog während der Tour weiterzuführen, Internetmässig sind die baltischen Länder ja bestens ausgerüstet.

Und es geht weiter!!!

Wir hatten uns in den letzten Monaten ein bisschen rar gemacht, waren mehr im Hintergrund aktiv.

Seit dem 19.01.2016 bin ich in der passiven Altersteilzeit, aber kein Ruheständler, vielmehr ging die Arbeit zu Hause erst richtig los, einige kleinere bzw. größere Projekte wurden umgesetzt, und liegen auch jetzt noch in den letzten Zügen. Natürlich haben wir dabei unser Urlaubsprojekt „Baltikum 2016, ohne Zeitdruck“ weiterverfolgt.

Wie schon im letzten Beitrag erwähnt, haben wir die Tour ins Sauerland unternommen, mit dem Handy als Navi und der Copilot App. Hat sehr gut funktioniert, auch die Sprachverständigung klappte super, nur das Handling war noch nicht so perfekt, typischer Userfehler… -:)Jedenfalls haben wir uns entschieden, mit dem Handy als Navi weiterzumachen. Dazu haben wir uns noch ein „Sena“ Kommunikationsanlage zugelegt, und ein System mit dem Navi gekoppelt.

Der Test bei schönem Wetter war positiv, kleinere Handlingprobleme, aber alles lösbar. Nur das mit der Stromversorgung über das Powerpack war halt nicht optimal, und so habe ich mir eine „USB Stromversorgung“ von Albrecht ans Moped gebaut, Ergebnis siehe unten (Ist vielleicht ein bisschen schwer zu erkennen, aber da wo das grüne Licht ist, das ist die Steckdose).

Uns so ausgerüstet wollen wir unsere grosse Tour ins Baltikum antreten.

Harley Days 2015 in Hamburg

Es ist ja schon einige Zeit vergangen seit unserem letzten Eintrag.

Ich arbeite weiterhin in Hamburg, sehr wahrscheinlich noch bis Mitte/Ende Oktober diesen Jahres, und dann am 18.01.2016 kommt dann die wohlverdiente Altersteilzeit.

Vom heutigen Tage an sind es nur noch 173 Kalendertage bis zu dem o.g. Datum.

Wie gesagt, ich arbeite in Hamburg, und da kam halt die Idee, an dem Harley Wochenende in Hamburg zu bleiben und mal zu schauen, was sich da so tut.

Um eins voran zu stellen, ich bin kein Harley Freund. Harleys sind zwar ganz nett, aber nicht mein Stil.

Wir dann freitagabends zum Großmarkt, dort hatten etliche Hersteller bzw. Customizing-Companies ihre Räder und sonstige Produkte aufgebaut, etliche Stände mit Bekleidung mit alles, was das Herz begehrt, Musikbühnen usw.

Ich muss eingestehen, die Anzahl der Maschinen und deren Besitzer bzw. Besitzerinnen war schon sehr eindrucksvoll. Es hat einen Riesenspass gemacht, sich die Leute anzuschauen, die verschiedensten Typen, überhaupt.

Und jede Maschine war individuell gestaltet, „Customized“. Selbst mir gefielen einige Modelle, allerdings gäbe es dann keinen Platz mehr für meine BAS, und das geht ja mal gar nicht.

Ich habe da mal eine kleine Dia Schau zusammengestellt, die einen Eindruck vermitteln soll.

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Eindrucksvoll war der Korso am Sonntag, es sollen ca. 8.000 Maschinen am Start gewesen sein, ein Riesenspektakel halt.  Dabei ist mir aufgefallen, dass es verhältnismäßig viele junge Harley Fahrer gibt und auch viele Frauen / Damen, die dieses Fabrikat fahren, jedenfalls mehr als bei den meisten Motorradtreffs üblich ist.

 

Unsere neuen Ideen

Es ist ja jetzt schon einige Zeit vergangen seit unserer letzten größeren Tour. Wir sind auch seitdem gar nicht mehr gefahren, ich bin ja nur am Wochenende zu Hause, und da hatte man nicht immer die Zeit, oder das Wetter hat nicht mitgespielt, oder man bzw. ich wollte einfach nur „wohnen“, die altmodische Variante vom heutigen“chillen“.

Aber trotzdem haben sich so einige Vorhaben festgesetzt, unsere nächste größere Tour im nächsten Jahr muss noch intern abgestimmt werden, Baltikum oder Spanien, hat ja auch noch Zeit, denn ich brauche keinen Urlaubsschein mehr abzugeben!!!!!

Zu den Gedanken: Wennn wir denn dann eine größere Tour machen wollen, ist es doch nicht ganz falsch, mal über ein Motorradnavi nachzudenken, denn wieder auf einem Bauernhof stehen ist nicht so prickelnd.

Und dann habe ich mich im Internet schlau gemacht, was denn so angebracht ist und was man so alles benötigt, speziell auch für mein Motorrad. Als Navi habe ich mir das neue ZUMO 590L von Garmin ausgesucht, auch wegen des neuen reflexarmen Displays. Dazu kommt aber noch eine Motorradhalterung, geht von einfach bis abschliessbar, interessant sind die Geräte von Touratech, kosten aber auch einiges. Und dazu braucht man ja auch noch Bluetooth Kopfhörer und eine passende Stromversorgung. So insgesamt Kosten von fast 1.000,-€. Da habe ich aber dann doch leicht schlucken müssen, aber was soll man machen.

Ein Kollege hier in Hamburg benutzt sein Smartphone als Navi, „CoPilot GPS“, er kann vorher am PC erstellte Touren auf das Handy laden, und er ist damit sehr zufrieden. Die Gesamtkosten sind nicht ganz so hoch. Die Software CoPilot GPS kostet mit Europakarte, incl. Aktualisierungen, ca. 50,-€, also nicht die Welt. Wobei die Kosten für Halterung und Stromversorgung und Bluetooth Lautsprecher die gleichen sind wie für das ZUMO Navi.

Und dann habe ich mal die ersten Touren mit dem „Motoplaner“ aus dem Internet erstellt, erheblich besser als mit Google Maps, und dieser gibt die Daten in allen möglichen Formaten aus. Super Planer, gefällt mit total. Auch die Installation der „CoPilot App“ klappte hervorragend. Die Euphorie ist aber schnell gewichen, denn ich kann die vom Motoplaner erzeugten Dateien nicht in mein Smartphone einlesen, klappt nicht mit den Appleprodukten, und ich habe nun mal ein Iphone. Ein Umweg ist, die vom Motoplaner erzeugten GPS Daten händisch in das Iphone einzugeben, wobei man dann noch darauf achten muss, genug Wegepunkte einzugeben, denn der Routenplaner von CoPilot berechnet die Routen teilweise anders als der Motoplaner.

Als Test habe ich mal eine Route durchs Sauerland in mein Iphone eingegeben, und diese Route werden wir dann in dann am nächsten Wochenende mal ausprobieren. Ich werde die Kopfhören direkt ans Iphone anschliessen und zusätzliche Powerbank als Stromversorgung benutzen. Je nachdem wie dieser Test ausfällt werde ich diese Version weiter benutzen oder doch auf ein Garmin Gerät wechseln.