23.04.2017 – Granada

Entgegen der Wettervorhersage war es morgens nur ganz leicht bewölkt, angenehme 21´ , also die besten Aussichten auf eine schöne Tour nach Granada.
Nur mit meiner Navitante liege ich noch ein bisschen überkreuz. Die wollte uns genau durch eine riesige Baustelle führen, also musste ich anders fahren, nur das mit der Neuberechnug der Route dauerte doch einiges, so daß ich eigentlich schneller an dem Punkt vorbei war als die Navitante meinte. Na ja, manchmal ignorier ich ja auch die Anweisung, ist nicht ok, ist aber so.
Wie auch immer, wir hatten eine schöne Fahrt mit vielen Kurven in den Bergen, auch entlang der Küstenstrasse an der Costa del Sol, prächtig!

Mein Senf: Unser heutiges Motto lautete „Wo ein WILLE , da ein WEG!!! Und mein Reinhard WILL  -nach rechts – nach links oder gerade aus  was hat das Navi noch mal gesagt??? Irgendwann dachte die Tante wohl  „der will heute gar nicht nach Granada; ich bring ihn mal zurück zur Küste da wo er hergekommen ist.“ Nichts desto trotz; es war eine sauschöne Fahrt und ich möchte dank meines intakten Rückens keine einzige Straße missen….

Einzigartige Landschaft

Die Anfahrt zu unserer Unterkunft gestaltete sich problemlos, bin einfach der Navitante gefolgt! Geht doch.
Wir haben ein schönes Appartment nicht weit von der Kathedrale, und nach kurzer Zeit ging es bei sehr angenehmen Temperaturen auf Entdeckungstour. Oh mein Gott, überall Gewusel, viele, viele Leute waren unterwegs, und die Gassen sind bei weitem nicht so breit wie in Malaga. Na gut, es sind ja auch Gassen :-).

Eine der engen Gassen im arabischen Viertel Granadás

Die Gebäude sind bei weitem nicht so schön wie in Malaga, ein bisschen morbider Charme mit einigem Potential nach oben, irgendwie anders als die Städte vorher.
Unvergleichlich ist der Blick auf die Alhambra von der Altstadt aus.

Toller Blick auf die Alhambra

Eine Besichtigung ist für den Dienstag gebucht, freuen wir uns schon drauf.

Abends um 23:30 herrschte noch ein sehr reges Treiben überall, mit Kind und Kegel zogen die Leute umher, wir haben aber vernünftigerweise unsere Unterkunft aufgesucht, denn Christel wollte noch ihrer Lieblingsbeschäftigung frönen, eine Maschine Wäsche, Ergebnis siehe unten.

Christel´s Lieblingsbeschäftigung 🙂

21.04.2017 – Immer noch Malaga

Es ist Freitag, unser letzter Tag in Malaga.
Unseren Plan, nach Ronda zu fahren, haben wir aufgegeben, denn heute morgen war es sehr bewölkt und es blies immer noch ein heftiger Wind. Dann werden wir halt versuchen, Ronda von Sevilla aus zu besuchen, ist zwar ein bisschen weiter, aber unter „normalen“ Verhältnissen machbar. Ronda ist ein „MUSS“ während einer Andalusien Tour.

Also machten wir uns zu Fuss auf den Weg an die westliche Küste von Malaga, wegen der heftigen Wellen.
Und es hat sich gelohnt, heftiger Wind, der das Wasser bis über die Strandpromenade trieb, beeindruckend, welche Kräfte da am Werk sind.
Vielleicht können die Bilder den richtigen Eindruck vermiiteln.

Nachmittags allerdings riss die Bewölkung auf, die Temperaturen wurden angenehmer, ob der Wind denn auch abgenommen hatte, lässt sich in der Stadt nicht so voraussagen, werden wir dann morgen sehen auf der Fahrt nach Granada.

20.04.2017 – Malaga

Dienstags morgens gings los mit dem Flieger nach Malaga, mit RYAN Air ab Dortmund. Der Flughafen ist sehr klein, dadurch übersichtlich. Blöd war nur, dass für einen Fusballverein aus Lüdenscheid Nord ein Bereich abgesperrt war für das CL-Spiel in Monaco am drauffolgenden Tag. Da war es im Security Bereich doch sehr wuselig. Wie auch immer, wir standen rechtzeitig am Gate, die Maschine war allerdings noch nicht gelandet. Ein bisschen warten, die Maschine kam. Fast gleichzeitig mit dem Ausstieg der Passagiere begann das Einsteigen für den Flug nach Malaga.??? Die Maschine wurde nicht gereinigt, hab ich noch nie bei meinen vielen Flügen in der Vergangenheit erlebt, es wird an allen Ecken und Enden gespart, na ja.
Der Flug war ok, ich kam mir vor wie in einem fliegenden Kiosk, es ging nur um Verkauf von Essen und Trinken, der Höhepunkt allerdings war, als Lose einer Lotterie angeboten wurden. Das war schon krass.
Vom Flughafen gings mit der UBahn fast bis zu unserem Hotel, alles Bestens.
Alles schnell verstaut, dann gings auf Entdeckungstour.
Vorher aber noch liess ich die Hotelrezeption bei der Adresse anrufen, wo sich unser Motorrad befinden sollte. Und dann kam die erlösende Nachricht, das Motorrad sei angekommen, ein dicker Stein fiel mir vom Herzen.
Gutgelaunt gings in die Stadt.
Ein herrliches Panorama, wunderschöne Fassaden, eine Stadt zum Wohlfühlen. Viele Gassen, tolle Gastronomie, einfach schnuckelig.

Plaza de la Constitucon

Am nächsten Morgen fuhren wir mit der UBahn zu der Adresse, wo unser Motorrad stehen sollte. nach anfänglichen Kommunikatiosschwierigkeiten begleitete uns wohl der Chef der Autoverwertungsanstalt bis in die hinterste Ecke des Riesengeländes, und da stand dann auch unser Motorrad!!

Unser Mopped in Malaga!

Riesige Freude!!! Die Koffer waren schon montiert, der Tankrucksack mit den Papieren und Schlüssel wurde aus einem abgeschlossen Container geholt, alles SUPER! Und das alles für 350,-€! Unglaublich, kann ich nur weiterempfehlen!
Das Fahren hier ist kein Problem, ist nicht so raschelig wie in anderen großen Städten, nur muss man fürchterlich aufpassen, der Asphalt ist wahnsinnig glatt, es besteht eine riesige Rutschgefahr. Im Regen möchte ich gar nicht hier fahren.
Zu Fuss gings dann wieder in die Stadt, hatten Glück, dass die wunderschöne markthalle noch auf hatte. Eine tolle Auswahl an Obst, Gemüse, Fisch und natürlich auch Schinken. Mussten natürlich etwas Schinken ud Chorizzo kaufen für den kleinen am Abend.
Danach haben wir die Kathedrale besichtigt, eine schöne Kirche, aber anders als die meisten, die wir in Rom gesehen haben. Auch pompös, aber anders. Ich kann es nicht beschreiben.

Catedral

Sehenswert ist auch das Picasso Museum, Malaga ist der Geburtsort Picassos. Die meisten Werke stammen aus dem frühen und ganz spätem Schaffen des Künstlers, die schönsten Kunstwerke stehen allerdings in Madrid, aber nicht hier. Trotzdem ein Muss.

Für heute stand die erste Motorradtour nach Ronda auf dem Plan. Alles klappte sehr gut, das Navi eingeschaltet, und los. Nur was das Navi nicht wissen konnte, dass es hier eine Unmenge von Baustellen gibt wegen der Erweiterung der U-Bahn! Nach einigen Irrungen und Wirrungen waren wir dann doch auf der richtigen Strasse, hurra! Störend war nur der heftige Wind, der sich ausserhalb der Stadt doch als sehr sehr unangenehm herausstellte.
Während einer kleinen „Sammlungspause“ und Blick auf die Wettervorhersge von Böen bis 100 km/h kame wir zu dem Entschluss, die Tour auf morgen zu verschieben, bei weniger Wind!
Irgendwann wird man doch vernünftig. 🙂

Hallo ihr Lieben; heute mal kein Senf von mir erforderlich 🙁 denn die ersten Tücken, wie z.B. am 1. Skitag bis alles zusammen und am richtigen Ort verstaut ist, haben wir mit Bravour bestanden;  man wird im Alter eben klüger und gelassener… 

Und auch den ersten Belastungstest  mit unvorhergesehenen Baustellen in Kombination mit Naviignoranz habe ich erfolgreich gemeistert nach dem Motto: Klappe halten – und schon gar keine weiblichen Kreativinterpretationsversuche starten. Denn Softwareentwickler sind in der Mehrzahl männlich – oder???? Es ist mir jedenfalls geglückt – auch wenn ´s mir schwer fiel…. aber alles im grünen Bereich, sooo kann es weitergehen, hoffentlich morgen bei entspannterem Wetter. Bis BALD

2017 – Iberische Halbinsel – Die Vorbereitung

Nach der erfolgreichen Tour durchs Baltikum und Polen haben wir uns vorgenommen, in diesem Jahr um die Iberische Halbinsel zu fahren.

Zuerst wurde geklärt, wann wir denn fahren sollen, denn im Sommer ist es ganz schön heiss in Spanien, ist ja bekannt. Also haben wir uns für einen Beginn der Tour im April entschieden, beginnend mit der Südküste bis zur Algarve, dann nach Portugal und von dort weiter entlang der nordspanischen Küste und natürlich durch die Pyrenäen.

 

Wobei eine Anfahrt nach Spanien über die Alpen ist nicht so prickelnd, es kann dort noch ganz schön kalt sein. Und der Autoreisezug nach Narbonne in Südfrankreich wurde ja erfolgreich von der DB eingestellt! Was tun?
Es erfolgte die Suche nach einer Spedition, um das Motorrad per Transporter bis Barcelona zu verschicken, und wir würden mit dem Flieger anreisen und das Mopped Ort in Empfang nehmen. Tolle Idee! In den einschlägigen Fachzeitschriften gibt es ja jede Menge von Adressen oder im Internet, kein Problem. Dachte ich -:)

Ich habe dann gelernt, dass fast alle Anbieter erst im Mai mit den Transporten anfangen, und für ein Motorrad, das mache man schon gar nicht. Da stand ich nun…..
Im Internet drängte sich immer eine Platform auf mit dem Namen „Shiply.com“ mit der Garantie, innerhalb von 3 Stunden die ersten Angebote zu bekommen.??? hab ich dann halt ausprobiert…und richtig, es kamen Angebote von Bottrop bis Barcelona, hurra!
Unsere weiteren Überlegungen waren, warum nicht Andalusien nach Malaga den Transport zu veranlassen, fahren dann nur 3/4 um die Halbinsel. Gesagt, getan. Noch eine Anfrage für den Transport nach Malaga gestartet, schnell Angebote erhalten, und dann festgemacht, wenn auch nicht so überzeugt. Zwischenzeitlich haben wir mehrere Male mit dem Spediteur telefoniert, und nun wissen wir, dass unser Moped Anfang April abgeholt, passt! Flüge sind gebucht, das erste Hotel, passt!

Was die Route ab den Pyrenäen betrifft, da lassen wir uns überraschen, vielleicht entlang der französischen Adriaküste bis in die Alpen, oder auch evtl. nach Korsika/Sardinien mit der Fähre??? Da sind wir wahlfrei. Mal sehen was kommt…..

Ach ja, nach der suboptimalen Lösung, unser Handy als Navi einzusetzen, haben wir uns letztes Jahr ein richtiges Navi gekauft, ein Garmin für Motorradfahrer, und auch schon erfolgreich bei Touren im Sauerland ausprobiert, passt auch. Zwischenzeitlich habe ich schon de Routen programmiert, ein Anpassen an die aktuellen Adressen wie Hotels etc. ist relativ einfach möglich.

Und unsere schon in die Jahren gekommenen Helme haben wir auch ersetzt, diesmal durch Klapphelme von Schuberth, muss allerdings noch die Sena Sprechanlage einbauen.

Aber man muss ja auch als (Fast)Rentner beschäftigt sein……