24.06.2016 – Heringsdorf (Usedom)

Es lag eine Strecke von fast 350 km vor uns, einen weiteren Zwischenstopp wollten wir in Polen nicht mehr machen, und so haben wir uns für Heringsdorf auf der Halbinsel Usedom entschieden.
Die Wettervorhersagen waren mit 34º nicht gerade prickelnd, aber besser als Regen.
Aus Danzig heraus war es noch ganz ok, trotz der vielen Baustellen klappte es ganz gut und morgens war es auch schon schweineheiß. Die Fahrt wurde schlimmer durch die kleinen Städte hinter Danzig, ein Ort reihte sich an den nächsten, und es muss ein Statussymbol jeder Stadt sein, einen Kreisverkehr zu haben. Allerdings haben diese Kreisverkehre einen so kleinen Durchmesser, dass sich dort der Verkehr regelmässig staute. Dazu kommt noch, dass durch die Unmenge an Zebrastreifen (vor jedem kleinen Geschäft) der Verkehrsfluss immer wieder gehemmt wurde. Ein Übriges tat das Verhalten der polnischen Verkehrsteilnehmer ein, denn nach meinen Beobachtungen sind etliche Fahrer mit dieser Situation überfordert.
Und dieses „Stop and Go“ bei dieser Hitze machte uns kein Vergnügen:
Für die ersten 23km haben wir fast eine Stunde gebraucht, wie soll das nur weiter gehen.
Auch im Weiteren war das Fahren nicht so ein Vergnügen, viele LKW auf den Straßen, kaum zu überholen auf den kurvigen Strecken, und die Unart einiger „Schnellfahrer“, auch an den unübersichtlichsten Stellen zu überholen, forderte die volle Konzentration.
Aber irgendwann erreichten wir eine Schnellstraße, und da konnten wir Meter machen. Eine wunderschöne Strecke entlang Kolberg bis Swenemünde, dazwischen lagen Strandbäder wie Rewal mit sehr schönen Ferienanlagen. Ich kann mir vorstellen, an diesen Orten doch ein paar Tage zu verbringen, ist vielleicht auch den niedrigen Preisen in Polen geschuldet. Aber egal.
In Dziwnow hatten wir noch einen (unfreiwilligen) Aufenthalt, kurz vor uns schaltete die Ampel einer Zugbrücke auf „Rot“, wieder 20 min. In sengender Hitze.
In Swenemünde hatten wir allerdings Glück mit der Fähre über die“Swina“. Ich bin einfach meiner „Navitante“ gefolgt, und wir landeten auf einer Fähre, die nur von Autos mit „Swenemünder“ Kennzeichen benutzt werden darf, kostenlos! Wie es sich gehört habe ich mich schön in die Autospur eingereiht. Aber sofort kam ein freundlicher Pole auf uns zu und bedeutete uns, daß wir doch direkt nach vorne fahren sollten, hinter einen einheimischen Motorradfahrer. Na gut. Der nette Pole hat seinen Wagen noch umrangiert, um Platz zu machen. Und die Info, dass nur „Swenemünder“ die Fähre benutzen dürfen, gelte nur für Autos, nicht für Zweiräder, was allerdings bedeutete, dass wir dann in der Fahrradspur standen. Alles kein Problem, nur ungewohnt.
Die letzten zwei Kilometer bis zur deutschen Grenze gingen nochmals über holprigstes Kopfsteinpflaster, aber ab Deutschland war wieder alles in Ordnung und wir haben zügig unser Appartment in der „Villa Usedom“ bezogen

Unser Domizil in Heringsdorf – Villa Usedom

Danach waren wir noch schnell einkaufen. Einen Edeka Markt gab es nach Luftlinie ganz in der Nähe, aber dazwischen liegt noch ein kleiner Hügel. Hier in Heringsdorf ist nur der Strand, sonst geht es bergauf- und ab. Kurz nach20.00 Uhr waren wir mit dem Nötigsten versorgt.
Der Tag war schon sehr anstrengend, aber wir fühlen uns wohl.

23.06.2016 – Danzig

Bei schönstem Wetter haben wir uns auf den Weg gemacht, die Altstadt von Danzig ein bisschen zu erkunden.
Ich kann es gar nicht so richtig in Worte fassen, wie ich bzw. wir die Stadt erlebt haben, die wunderschön restaurierten Gebäude bieten einen äusserst imposanten Eindruck, dazu die unendlich vielen Kirchen, deshalb im Folgenden nur ein paar Highlights:
1) Die Brigittenkirche
Diese Kirche wurde nach dem Wiederaufbau bis zum Jahre 1975 zum inoffiziellen Gotteshaus der Lenin-Werftarbeiter, und wurde während der Streiks im August 1980 eine Stütze der“Solidarnosc“.

Die Brigittenkirche

Die Innenaustattung der Kirche besteht aus Zeitdokumenten dieser Bewegung sowie aus patriotischen Symbolen bis in die Neuzeit. Auch befindet sich dort ein Denkmal des 1984 von der Geheimpolizei  ermordeten Pfarrers Jerzy Popietusko.
Beeinruckend ist der Altar, fast komplett aus Bernstein.

Brigittenkirche – Der Altar ist teils aus Bernstein

Ich muss sagen, dass diese Kirche im Gegensatz zu den bisher besuchten Kirchen mich am meisten angesprochen hat, wohl auch der Tatsache geschuldet, dass wir die Historie ja noch hautnah miterlebt haben.

2. Bürgerhäuser am Langen Markt
Als Beispiel mag das Steffenshaus dienen, eingefügt in einer langen Reihe von Prachtbauten.

Das Steffenshaus, auch Goldenes Haus genannt

3. Architektur
In Danzig muss es sehr gute Stadtarchitekten gegeben haben, und jetzt auch noch, denn die Neubauten passen sich gestalterisch hervorragend in die vorhandene Bausubstanz ein.

Alte und neue Architektur neben dem Krantor

Und es geschieht noch unheimlich viel in der Stadt, z.B. wird die Speicherstadt zur Zeit ausgebaut. und ich bin mir sicher, dass diese Bauten ein weiteres Highlight darstellen werden.

Wir hatten das Glück, uns diese Stadt in aller Ruhe anzuschauen, und ich bin mir sicher, dass wir dort nochmals hinfahren werden, zu imposant sind doch die Eindrücke.
Kurz zu den Preisen, wir haben an der „Lange Markt“ Strasse, mitten im Zentrum, für wenig Geld hervorragend gegessen, ein 0,5l Bier mit 2,-€ war dort schon hochpreisig.
Wie in Gizycko wurden wir auch hier, entgegen meinen Erwartungen, überall freundlich aufgenommen, und ich habe einen Riesenrespekt vor der Leistung des polnischen Volkes, wobei ich nicht die aktuelle politische Lage akzeptiere.

21.06.2016 – Danzig

Bei nicht ganz so guten Wetterprognosen sind wir weiter nach Danzig. Hatten aber Glück, dass wir nur ein bisschen Regen abbekommen haben. Die Fahrt über Landstrassen nach Danzig hat einen Riesenspass gemacht, hügelig, mit schönen Kurven, tolle Landschaft, was will man mehr!
Bis wir auf die Autobahn „S7“ kamen.  Zu Anfang vierspurig verengte sich dann die Bahn zu einer zweispurigen Landstrasse, und einer kilometerlangen Baustellenstrasse, da parallel die „S7“ zur Zeit weiter ausgebaut wird. Da war das Fahren hinter Baustellenfahrzeugen nicht ganz so lustig.
Aber wir haben alles gut überstanden und Dank der „NAVITANTE“ auch unser Appartment schnell gefunden. Eine sehr schöne Unterkunft, inmitten der Altstadt, mit einem grossen Balkon, nur ca. 100m von dem berühmten Krantor entfernt. Die Appartmentanlage wurde 2012 gebaut und passt architektonisch hervorragend in die Umgebung.

Der Innenhof

Auch ein Supermarkt ist in direkter Nähe, so dasswir verpflegungstechnisch gut versorgt sind.
Ein erster Rundgang entlang des Flusses Mottlau und der „Langen Strasse“ bei nicht so gutem Wetter hinterliess einen sehr, sehr positiven Eindruck, alles sehr schön restauriert, zumal Danzig im 2. Weltkrieg zu 80% von den Russen zerstört worden war.

Die „Lange Strasse“

Am nächsten Tag, auch bei nicht so schönem Wetter, hatten wir Glück, auf einen gut Deutsch sprechenden Reiseführer zu treffen. Viele Reiseführer sind mit kleinen E-Tranportern unterwegs und bieten Stadtrundfahrten von 1 Stunde Dauer an. Man erhält viele Informationen und kommt in Gegenden, die nicht unbedingt von jedem Touristen erschlossen werden.
Beeindruckend war der Besuch an der „Danziger Werft“, von der schon 1970 die ersten Protestbewegungen gegen das Kommunistische Regime ausgingen. Berühmt wurde die Werft durch die „Solidarnosz“ Bewegung in den 80 Jahren, die maßgeblich an der politischen Neuausrichtung Polens beteiligt war. Die Werft ist längst stillgelegt, auf dem Gelände befindet sich jetzt ein Museum und ein Mahnmal.

Die berühmte Danziger Werft, die Geburtsstätte der „Solidarnosz“ Bewegung

Den weiteren Tag sind wir dann bei leicht regnerischem Wetter durch die Altstadt getippelt, heben uns aber viel für Mittwoch und Donnerstag auf, die Wettervorhersage sagt Sonnenschein voraus.
Einen Wehmutstropfen gibt es noch:
Unser Fernseher emfpängt kein deutsches Programm (aber ca. 100 polnische Sender + BBC News), so dass wir uns gestern das Spiel Deutschland-Nordirland nicht anschauen konnten. Auch Ausschnitte des Spiels waren nach dem Spiel der Polen gegen die Ukraine nicht zu sehen. Statt dessen eine ewig dauernde Beweihräucherung der polnischen Spieler (Lewandowski ist hier überall zu sehen), obwohl die Leistung recht fragwürdig war. So ist das eben.
Auch die Spiele um 21:00 waren im öffentlichen polnischen Fernsehen nicht zu sehen, ist einfach traurig.

19.06.2016 – Gizycko

Bei herrlichstem Wetter sind wir los, Richtung Ketrzyn (Rastenburg) zur „Wolfsschanze“, dem ehemaligen Führerhauptquartier im Osten Polens. Und so fuhren wir über sehr gute Strassen zuerst Richtung Norden, der „63“ folgend, eine Wohltat nach den teilweise miesen Strassen der vergangenen Tage. Und fuhren und fuhren, quasselten über die Sprechanlage miteinander, und dabei haben wir wohl einen Abzweig verpasst, denn die als“63″ gekennzeichnete Strasse wurde immer enger. Als wir durch ein kleines Dorf fuhren, sahen wir nur staunenende Gesichter, als hätten die noch nie ein Motorrad gesehen, na ja.
Bald war uns klar,  warum. Wir standen plötzlich vor einem „geschickt verboten Schild“, und einem weiteren Schild „Fußgänger verboten“! Manchmal nehme ich diese Schilder nicht ganz so ernst, aber das war doch ein bisschen zuviel. Erst mal auf Google Maps schauen, Standortbestimmung. Ach du Deibel, wir waren knapp 500m von der Polnisch/Russischen Grenze entfernt, und es gab keinen offiziellen Grenzübergang, Niemandsland. Das hätte ja heiter werden können, wären wir denn weitergefahren.

So hat uns dann die „NAVITANTE“ (als Strafe) über eine 5km lange Kopfsteinpflasterstrasse geschickt, nicht wirklich lustig.

An der „Wolfsschanze“ angekommen, waren wir doch erstaunt über den vollen Parkplatz. Mit ein bisschen gemischten Gefühlen sind wir dann auf das Gelände, und als erstes nahmen wir alte Militärfahrzeuge wahr, die Fahrten durch das Gelände anboten. Ich fand dass doch sehr unangebracht.

Wolfsschlucht – Alte Militärfahrzeuge bieten Rundfahrten an

Die „Wolfsschanze“ war der Tarnname für ein militärisches Lagezentrum des Führungsstabes der deuschen Wehrmacht während des zweiten Weltkrieges. Es wurden zwischen 1940-1944 ca. 100 Gebäude errichtet, und ab 1941 nach Beginn des Krieges mit der Sowjetunion war dies der Hauptaufenthaltsort von Adolf Hitler.

Wolfsschlucht – Lageplan

Wolfsschlucht – Legende

Hier fand am 20. Juli 1944 das fehlgeschlagene Attentat von Graf von Stauffenberg auf Adolf Hitler statt. Hitler verliess dann am 20. November 1944 endgültig diesenOrt, als die Rote Armee nur noch wenige hundert Kilometer entfernt stand.
Als im Januar 1945 die Rote Armee näher rückte, wurden alle Objekte von der Wehrmacht gesprengt, die Reste der Anlage ist eine Touristenattraktion in den Masuren.

Gedenkstein Hitler Attentat

Hitler Bunker

Hitler Bunker – Eingestürzte Konstruktion

Der Durchgang durch die Anlage löste bei mir schon beklemmende Gefühle aus, im Speziellen etliche Besuchergruppen, die sich für mein Empfinden dem Ort und der Ernsthaftigkeit gegenüber ungebührlich verhielten, aber das ist subjektiv.

18.06.2016 – Polen, Masuren, Gizycko

Bei herrlichstem Sonnenschein ging es zeitig los nach Gizycko, einem als Seeglerparadies bekannten Ort an der Masurischen Seenplatte. Unterwegs in Litauen wurden wir zwar von einem leichten Schauer überrascht, aber harmlos. Die ersten 150 km bis Marijampole waren gut – zu gut zu fahren, ein bisschen Wind, kein Problem. Ab Marijampole ging es Richtung Süden zur polnischen Grenze. Und aus dem Nichts trat so ein heftiger auf, dass mir zuerst Angst und Bange wurde. Das Fahren auf dem mit Spurrillen übersäten Pflaster gepaart mit dem Wind fühlte sich an „Wie wenn man mit einem Plattfuß“ fährt. Dazu taten die entgegenkommenden LKW´s mit dem Sog ein Übriges. Mir schoss es durch den Kopf, bitte nicht schon wieder einen Plattfuß, so ähnlich ist dieses Fahrgefühl.
Aber es war Gott sei Dank kein Plattfuß. An der Litauisch/Polnischen Grenze kam zu den widrigen Umständen noch das unsägliche Fahrverhalten der polnischen Verkehrteilnehmer. Direkt hinter der Grenze zog ein LKW Fahrer hinter mir raus, um mich und den vor mir fahrenden PKW zu überholen. Die Strasse verengte von 2 Spuren auf eine Spur, was den LKW veranlasste, auf Höhe des PKW ohne zu schauen nach rechts zu ziehen, und nur ein plötzliches Bremsen es PKW verhinderte, dass er im Graben landete. Wir hatten glücklicherweise genügend Abstand, um die Situation schadlos zu überstehen.
Nach 30 km heftigsten Windes und wirklichem Kampf ging es bei Suwalki über Landstrassen Richtunng Gizycko, eine Wohltat. Viel Wald bremste den heftigen Wind, es ging über tolle Kurven und hügeliges Gelände, das BAS+BAF Herz schlug höher, eine tolle Gegend entlang der kleinen Seen, eine wunderschöne Landschaft, bis….
wir von einem Feuerwehrmann zum Halten aufgefordert wurden. Ein Baum hatte sich in einiger Entfernung quergelegt, und ein LKW hatte wohl Schaden genommen, was wir so sehen konnten. Und es sah nicht so aus, dass die  Feuerwehr alles im Griff hatte. Bei uns hätte man den Verkehr locker regeln können, aber es wurde alles geblockt, Autos wendeten, was tun? In radebrechendem Englisch wurde uns bedeutet, dass die Sperrung noch lange dauern könne, und wir doch besser umdrehen sollten, dem vor uns auch drehenden PKW folgen sollten.
Aber der war relativ schnell, dass wir auf einmal auf einer Schotterstrecke landeten, und auch die Navi-Tante uns zum Wenden aufforderte (was die eigentlich nie macht, sondern sofort neue Strecken angibt). Und nach einiger Verwirrung haben wir dann über gefühlte etliche Kilometer den rechten Weg gefunden.
Wieder vorbei an herrlicher Landschaft erreichten wir die Stadt Gizycko, allerdings hatten wir noch einen Zwangsstopp vor einer Drehbrücke, die die Fahrtrichtung für Seegler und andere Wasssersportler offenhielt.

Die Drehbrücke

Der Himmel hatte sich zwischenzeitlich erschreckend zugezogen, aber wir haben es noch rechtzeitig in unser Hotel geschafft, zwar ein bisschen außerhalb,, funktionell, aber für 45,-€/Nacht für uns beide mit Frühstück, alles Bestens.
Und dann erlebten wir das 1. Gewitter während unserer Tour, aber wir waren ja im Trockenen.  Nachdem der Himmel wieder aufklarte beschlossen wir, in dasStädtchen zu gehen, um polnische Szloty zu besorgen, bis jetzt waren wir ja immer im Euroland.
Wir hatten Glück, keine hundert Meter von unserem Hotel gab es innerhalb einer Marina einen Bankomat. Danach haben wir erst mal was zu trinken besorgt, und haben uns über die Preise gewundert. gemäß der „Bierwährung“ kostet ein Bier 6,50 ZLT, umgerechnet 1,47€. Und so haben wir uns hingesetzt, und den herrlichen Blick auf den masurischen See „Jez Niegozyn“ genossen.

An einem See der Masurischen Seenplatte

Ein wunderschöner Ort der Ruhe nach der Großstadt. Einzig störend war der immer heftig werdende Wind, der gegen spät abends noch schlimmer wurde. Und dass wir im Zimmer keinen Sender empfangen können, der Fußball zeigt, nur irgendwelche undefinierbaren polnischen Sender.

Heute haben wir uns auf den Weg ins Städtchen gemacht, der Wind hatte nachgelassen, und wir waren guten Mutes. Der als Strand ausgewiesene Bereich war ein Strändchen, zwar viel „mobile Restaurants“, aber keine, welche einem zum Verbleib animieren konnten.

Gizyycko vom Haupthafen

Auch das Städtchen entpuppte sich nicht als Highlight, muss man nicht gesehen haben.
Der Wind hat gegen abend nachgelassen, und für morgen steht eine Rundtour um die Seen an.

16.06.2016 – Letzter Tag im Baltikum

Für heute hatten wir nur zwei Ziele, das Frank Zappa Denkmal und einmal die Haupteinkaufsstrasse „Gedimino Prospekt“entlang laufen.
Das Frank Zappa Denkmal ist gar nicht weit von unserer Unterkunft entfernt, und steht eigentlich in keinem örtlichen Zusammenhang mit dem Schutzpatron der „Unabhängigen Republik Uzupis“.

Die Frank Zappa Statue

Was hat Frank Zappa mit Vilnius zu tun?
Kurz und einfach.
Nichts!
Der Vorsitzende des Frank Zappa Fanclubs kam auf die Idee, eine Büste seines Idols aufzustellen, um die nach der Unabhängigkeit erlangte Freiheit zu testen. Und so reichte er den Antrag an die Stadt Vilnius ein, und für alle überraschend stimmte die Stadt zu, Bedingung: es darf die Stadt nichts kosten.
Und so kam Frank Zappa dann im Jahre 1995 als Statue nach Vilnius, an den Platz, an dem vorher eine Lenin Statue stand.

Der „Gedimino Prospekt“ ist eine schnurgerade Strasse mit Geschäften, Bars, Restaurants usw. wie wir es bei uns auch kennen (gut, nicht in unserer Heimatstadt). Der Boulevard beginnt an dem Kathedralenplatz und endet an dem Fluss Neris, eine Strecke von ca. 1,8 km, mit vielen Geschäften, Restaurant, staatlichen Einrichtungen usw. Macht einen tollen Eindruck.
Auch hier gibt es ein KGB Museum, den Besuch haben wir uns allerdings  nach unseren letzten Erfahrungen erspart. In diesem als Gerichtshof errichteten  Gebäude trieb ab 1941 die Gestapo ihr Unwesen, ab 1944 übernahm der KGB die Herrschaft bis zur Wende. An der Aussenwand sind die Namen von 199 Opfern eingemeißelt, die in der Zeit von 1945-1946 dort vom KGB ermordet wurden. Bis zum Jahre 1961 sind dort noch Todesurteile vollstreckt worden. Grausam.

Ein wichtiges Gebäude muss ich allerdings noch vorstellen:
Unser „Maxima Supermarkt“, wir haben uns jeden Tag dort etwas zum Abendessen besorgt, warmes Gemüse und etwas Fleisch, je nach Gusto.

Unsere Verpflegungsstation in Vilnius

Es hat super geschmeckt, wir brauchten uns nicht jeden Abend ausgehfertig zu machen, konnten in aller Ruhe die EM verfolgen, und haben obendrein noch Geld gespart.

Morgen ist das Kapitel „Baltikum“ vorbei, es geht nach Polen Richtung Masurische Seenplatte und von dort am Montag nach Danzig. Wir hoffen weiter auf Glück mit dem Wetter, denn bis auf Sigulda und einem kräftigen Schauer gestern haben wir bisher ein Riesenglück gehabt, und das soll auch so bleiben 🙂

Für ein Resumee, was das Baltikum betrifft, ist es noch zu früh, man muss die Eindrücke von 4 Wochen erst einmal sacken lassen.
Wir sind froh, dass wir die Tour angetreten haben, und sind bisher total zufrieden!!!!!!

15.06.2016 – Vilnius

Heute standen zuerst die Synagoge und die in der Nähe liegenden Markthallen auf dem Programm, nicht weit von unserer Unterkunft entfernt.
Die Synagoge ist als einzige von ehemals 96 Synagogen übriggeblieben, die Zeiten des 2. Weltkrieges und der anschließenden sowjetischen Besatzung haben ihre Narben hinterlassen.
Die viel gepriesenen „Hales Markthallen“ entpuppten sich als doch

enttäuschend, nicht zu vergleichen mit Riga. Einige Fleisch- und Fischstände, überwiegend wurde Kleidung verkauft.

Weiter zum „Tor der Morgenröte“, von außerhalb ein unscheinbares Stadttor, aber sobald man hindurchgetreten ist, und sich umdreht, sieht man innerhalb des Torbogens eine Kapelle mit der schwarzen Madonna. Als wir dort waren, wurde gerade eine Messe in polnischer Sprache von einem polnischen Priester abgehalten. Es handelte sich um eine polnische Pilgergruppe mit eigenem Priester, die auf einer 14-tägigen Wallfahrt unterwegs sind.

Blick von der Tor-Kapelle Richtung Altstadt

In ganz Vilnius gibt es über 100 Kirchen, von denen haben wir heute gefühlte 20 Kirchen gemacht, nachher wurde es zuviel.
Eins muss man sagen, der Besuch von Papst Paul Johannes II. Im Jahre 1994 hat hier und überall im Baltikum nachhaltige  Spuren hinterlassen.

Vorher hatte ich schon mal die Synagoge erwähnt; aus dem einst als „Jerusalem des Nordens“ bezeichneten Teil von Vilnius ist neben einer Gedenktafel nichts mehr übrig geblieben.

Gedenktafel im ehemaligen Judenghetto

40.000 Juden waren in 2 Ghettos eingepfercht, von denen 3.000 Juden die Deutschen überlebt haben. Nach der Befreiung durch die Russen zerstörten diese alle Ghettos und Synagogen, und nur 800 Juden haben diesen Progrom überlebt.
Da schnürt es einem schon die Kehle zu……..

Wobei erstaunlicherweise der Hass nicht eimal gegen die Deutschen gerichtet ist, sondern ausschließlich gegen die damalige UDSSR. Auch hat Litauen seine Rolle innerhalb des 2. Weltkrieges wohl noch nicht aufgearbeitet (Quelle Reiseführer), es soll eine nicht unerhebliche Anzahl von Kollaborateuren gegeben haben……aber das ist nicht an uns, das zu bewerten.
Einen Gang durch das „Kleine Ghetto“ sollte man unbedingt machen, schöne kleine Gassen mit sehr schönen Restaurants, es ist eine „Wohlfühlatmosphäre“, ein „Muss“.

Und als Abschluss des Tages konnten wir noch einen Umzug von „Hare Krishna Jüngern“ miterleben, farbenfroh, ein bisschen einseitige Musik, aber originell.

Eine Hare-Krishna Prozession

Ich hab ja mit vielem gerechnet, aber damit nicht, ich war wohl irrigerweise der Meinung, die Bewegung hätte sich überlebt.

Der heutige Tag hat meine vorherige skeptische Meinung zu Vilnius doch ein bisschen zurechtgerückt. Einen Tag haben wir ja noch…..

14.06.2015 – Vilnius und Umgebung

Für heute stand die Inselburg Trakai, ca. 25 km westlich von Vilnius auf dem Programm.
Die Fahrt aus der Stadt heraus kann man als abenteuerlich bezeichnen, zu den fragwürdigen Fahrkünsten einiger Verkehrsteilnehmer kamen noch die sehr schlechten Strassenverhältnisse dazu. Eine der Hauptausfallstrassen gespickt mit Bodenwellen und riesigen Schlaglöchern, kaum vorstellbar. Einmal aus der Stadt war es dann wieder besser.
Man kann unendlich viel über die Historie der Burg erzählen, die Inselburg Trakai ist die einzige Wasserburg Osteuropas und wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts renoviert, die Fertigstellung gelang zu Zeiten der sowjetischen Besatzung.

Burg Trakai

Es ist wirklich ein beeindruckender Anblick, wenn man bedenkt, daß die Burg um 1400 erbaut wurde. Die ehemaligen Garnisonsunterkünfte innerhalb der Burg sind zu einem interessanten Museum umgebaut.

Innenhof Burg Trakai

Zur Burg gelangt man über eine Holzbrücke, innerhalb des Burggrabens befanden sich einige Gestalten, die wohl dem geneigten Besucher das Leben des Mittelalters nahebringen sollten.
Die Burg an sich ist nicht besonders groß, die Räume sind schön instandgesetzt, jeder Raum war einem gewissen Zeitabschnitt der Historie der Burg gewidmet.

Die Burg

Nach einem Rundgang um die Aussenburg sahen wir den Grund der mittelalterlichen Gestalten im Burggraben. Die waren Bestandteil von Filmaufnahmen, und es liefen die Vorbereitungen, um die Szenen mittelalterlichen Lebens darzustellen.
Erwähnenswert sind auch die Häuser der Karäer, einer ehemaligen jüdischen Sekte, die nur das Alte Testament anerkannten, nicht aber den Talmund undd die rabbinische Tradition.
Die Häuser wurden aus Platzgründen mit dem Giebel zur Strasse gebaut, und haben 3 Fenster (je eines für den Hausherrn, eins für Gott und eins für den Fürsten).

Ein Teil der Heräerhauser in Trakai

Die Karäer sind seit Ende des14. Jh. ansässig, ausgestattet mit Sonderrechten bis heute. Die Volksgruppe besteht aus 250 Personen, von denen 50 noch in Trakai leben.

Nicht daß wir uns falsch verstehen, den Rundgang haben wir nicht in Motorradsachen unternommen, vorher ziehen wir uns schon noch um…

Unsere Umziehaktion

Weiter ging es dann zum „Geographischen Mittelpunkt Europas“, ca. 25 km nördlich von Vilnius. Ich hatte mir eine Nebenstrecke ausgesucht, und es war im Vergleich zu den bisherigen Strecken ein Traum, schöne Kurven, hügelig, sehr gute Strassen.
Bis ein Schild „Baustelle“ auftauchte!
Und das war eine Baustelle, der zu befahrende Teil war Schotter, allerdings vorher wohl gewässert, rutschig, dreckig, viele Schlaglöcher, grausam. Und wenn ein Aspaltstück auftaucht und man meint, es wäre vorbei, falsch!!! Es kommt immer noch ein Teil, auf dem man nur auf nassem Schotter und Sand fahren kann. So hatte ich mir das nicht vorgestellt! Umdrehen ging auch nicht, also durch. Nach 10 km Horror dann wieder normales Fahren, wunderschöne Villen, tolle Strassen (klar, wer Geld hat und Einfluss, dann geht es schon mal schneller mit der Sanierung -:) )
Und so sieht das Motorrad nach der Fahrt aus, verdreckt bis zum Topcase!!

Nach der Überlandfahrt

Der „Geographische Mittelpunkt Europas“ ist von französischen Geologen ermittelt worden, und seit dem Beitritt Litauens in die EU (01.05.2004) stehen dort die Flaggen der EU-Länder.

Der Geopraphische Mittelpunkt Europas sowie mein Mittelpunkt

Eins ist klar, Trakai sollte unbedingt zu dem Besuchsprogramm gehören, der Mittelpunkt gehört so mehr zu der „Nice to see“-Kategorie.

Dort trafen wir eine Touristengruppe aus Dresden, die aus Behinderten in Rollstühlen mit ihren Partnern bestand. Der Reisebus war mit einer Hebebühne ausgestattet und alle Teilnehmer waren „gut drauf“, am Mittelpunkt Europas gab es erst mal für alle ein Schnäpschen oder einen    Eierlikör. Eine redselige gutgelaunte Truppe! Bewundernswert…

14.06.2016 – Allgemeine Anmerkungen

Alle Supermärkte, in denen wir bisher auf unserer Tour waren, hinterliessen einen sehr guten Eindruck. Ein wahnsinnig großes Sortiment, eine riesige Fleisch-, Fisch-, und Käsetheke, sowie ein große Auswahl an frisch hergestellten Salaten. Ich fühlte mich an meine Zeit in Budweis erinnert, wo es für 40.000 Einwohner ca. 6 Hypersupermärkte gab. Was  bei allen das Gleiche ist, das ist das unendlich lange Anstehen an der Kasse, die Kassiererinnen sind sehr „motiviert“, entsprechend ist ihr Gesichtsausdruck. Dazu kommen noch die Kunden, die auch während des Bezahlsvorganges ihr Handy zwischen Schulter und Ohr geklemmt haben, und dann alles in Plastiktüten packen und auch noch bezahlen, wahre Multitalente.
Der Kommunikationsbedarf ist sehr ausgeprägt, im speziellen im Auto , unsere Verkehrspolitiker würden graue Haare kriegen. Entsprechend ist auch das Fahrverhalten nicht immer einschätzbar, auch bei Busfahrern.
Die Preise in Estland und Lettland in den Zentren entsprachen ca.    unseren Preisen. Die Spritpreise für 95 Oktan liegen so bei 1,12 €/l, der Preis für ein 0,5l Bier in der City so bei 3,80 €/Glas, ausser in Litauen.
Hier kostet ein Bier in bester Lage, Fußgängerzone, 2,03 €/Glas. Auch die Preise für Türmagneten (meine heimliche Leidenschaft) lagen mit 0,78 €  extrem niedrig (in Tallin ca. 4,-€).
Gestern abend waren wir nach endloser Tippelei  im Supermarkt um fürs Abendessen zu sorgen, wobei eine gegrillte Schweinshaxe 3,31 € kostete (und die war nicht klein) und BAS „Serbisches Reisfleisch mit gebratenem Gemüse“ für 1,12 €. Sehr niedrigpreisig, aber total lecker!
In den Esslokalen in unserer Nähe, wohlgemerkt Vorstadt, gibt es einen Chinesen, der für Hühnerfleisch mit Gemüse und Reis satte 16,-€ aufruft???!!! Und die anderen Restaurants sind nicht preiswerter.
Auffällig ist, daß  jeder Europreis mit ungewohnten Cent Beträgen endet. Das liegt wohl daran, daß Litauen als letztes Land des Baltikum am 01.01.2015 den EURO eingeführt hat, und wohl bestehende Preise zu einem festen Wechselkurs umgerechnet wurden.

13.06.2016 – Vilnius

Unsere Entscheidung, noch einen Tag in Sigulda zu verlängern, war goldrichtig. Es regnete den ganzen Tag, und es war sehr kalt. Wir hätten eine Horrorfahrt gehabt.
Am nächsten Tag schien die Sonne, und wir machten uns auf den Weg zu unserem Zwischenziel „Berg der Kreuze“ in der Nähe der Stadt Siaulai. Die Fahrt dorthin erwies sich als Schaukelpartie, die Fahrbahndecke bestand bis Riga fast nur aus Asphaltflicken, dazu noch tief ausgefahrene Spurrillen, und so etwas für eine Hauptverbindungsstrasse vom östlichen Teil Litauens in die Hauptstadt. Und zu allem Überfluss führte uns das Navi mitten durch Riga, mit auch schlechten Strassenabsschnitten mit Kopfsteinpflaster. Fahrerisch schon eine kleine Tortour!
Dann Richtung Siaulai ging es besser, und immer schnurgerade Strassen, ein (Alb)Traum. Doch dann sorgte das Navi für Abwechlung. Es führte uns über eine ca. 5 km Schotterstrasse zum „Berg der Kreuze“, war leider vorher nicht so zu erkennen. Und wir waren ganz allein, komisch, bei einem so berühmten Wallfahrtsort? Aber dann haben wir doch dass Ziel erreicht, und wir waren nicht allein, denn alle anderen Besucher sind halt von der anderen Seite über gute Strassen dorthin gekommen.

Um die Entstehung des „Berg der Kreuze“ ranken sich einige Legenden. So sollen zur Zeit der Niederschlagung der Aufstände gegen den Zarismus (1831/1863) die Bewohner begonnen haben, auf dem Hügel Kreuze zu errichten im Gedenken an die Toten der Aufstände. Bis Ende 1940 sollen dort ca. 400 Kreuze gestanden haben, Danach kamen die Kreuze für die Opfer des Stalinismus dazu, als Tausende nach Sibirien deportiert wurden.

Berg der Kreuze

Diese Gedenkstätte war natürlich den sowjetischen Machthabern ein Dorn im Auge und sie haben den Hügel 1961 und 1975 pattgewalzt, was aber nichts nutzte, es wurden sofort wieder neue Kreuze aufgestellt.
Den Höhepunkt erlebte der Berg durch den Papstbesuch im September 1993, zu dessen Ehren ein Papstkreuz errichtet wurde (wie auf der Halde Haniel) und zu einem Wallfahrtsort für alle Katholiken ernannt wurde.

Berg der Kreuze, im Vordergrund das Kreuz von Papst Paul Johannes II

Es war schon ein beeindruckendes Erlebnis, alle diese Kreuze zu sehen, in allen Größen, in vielen Sprachen, unendlich viele Rosenkränze hingen an den Kreuzen, ein wirklich beeindruckendes Erlebnis.
Noch eins , Studenten haben versucht, die Kreuze zu zählen. Nach 50.000 Kreuzen haben sie aufgegeben, man schätzt so an die 200.000 Kreuze.

Die Fahrt nach Vilnius war wieder recht eintönig, viel geradeaus, die Strassenplaner haben schon den Standpunkt vertreten:
„Die kürzeste Entfernung zwischen zwei Punkten ist die Gerade“
Kann man ja auch machen, ist ja Platz genug 🙂
Nach knapp 400 km  sind wir dann am späten Nachmittag in Vilnius angekommen, haben die Unterkunft gut gefunden, kein Problem.
Wir haben uns ein Apartment ein bisschen außerhalb der Altstadt ausgesucht, wieder mit Waschmaschine. Wir wohnen zwar wieder im 6.Stock, aber diesmal mit Aufzug 🙂 🙂 und einem Balkon mit Blick auf die Altstadt von Vilnius.

Blick von unserem Apartment auf die Altstadt von Vilnius

Zum Glück gibt es einen wirklich sehr gut ausgestatteten Supermarkt in der Nähe und nach dem Einkauf und einer Kleinigkeit zum Abendessen haben wir uns auf dem litauischen Sender das Fußballspiel Deutschland gegen Ukraine angesehen, ich erspare mir jeglichen Kommentar.

Nach einem hervorragnden Frühstück gings in die Altstadt. Mein erster Eindruck war nicht so berauschend, um den Rathausplatz tobte ein Mordsautoverkehr, der große Platz wirkte aber irgendwie tot.

Vilnius Rathausplatz

Auch im weiteren Verlauf musste man mehr auf den Verkehr achten als sich die schönen Gebäude anzuschauen. Gut, soviel gibt es nicht davon, im Vergleich zu Riga oder Tallinn, vielleicht bin ich von dort zu verwöhnt. Anschauenswert ist auf jeden Fall die Universität sowie die Gegend um den Kathedralenplatz.
Interessant schien im Osten der Stadt das „Uzepio“ Viertel, auch als „Montmartre von Vilnius“ bezeichnet. Dieser Ort hat sich am 01. April 1997 als PR-Gag als „Republik Uzipus“ ausgerufen, mit speziellen Pässen, einem Präsidenten, Bischof und einer Armee bestehend aus 12 Leuten und einer eigenen Verfassung. Als Schutzheiliger wurde Frank Zappa auserwählt. Man darf das Ganze nicht so ernst nehmen.

Aber der Besuch im Vergleich zu Montmartre war doch sehr ernüchternd. Ohne diesen PR-Gag würden sich sehr wenige Touristen an diesen Ort verirren, aber so werden busseweise die Leute dorthin gekarrt. Vielleicht mag dort abends, im Hochsommer und am Wochenende mehr los sein, aber mir hat sich der Ort nicht erschlossen.

Die Verfassung der Republik Uzupio

Morgen wollen wir zum „Schloss Trakai“ fahren, laut Reiseführer ein „Muss“ und zu dem „Geographischen Mittelpunkt Europas“, mal sehen.