11.06.2024 – Rinteln – Der Tag des Gegenwindes

Heute Morgen zeigte sich das Wetter von einer besseren Seite. Es schien teilweise die Sonne, die Wetterapp versprach Beeinträchtigungen durch leichte Schauer, also besser als gestern.

Nach einem leckeren Frühstück ging es los, haben uns warm angezogen, ich sogar mit langer Hose. Zum Auftakt schien die Sonne, aber man spürte schon den heftigen Wind, und ja nach Fahrtrichtung mal mehr oder weniger. Gefühlt aber mehr. Diesmal gab bis auf eine Ausnahme kaum Steigungen, der Wettergott zeigte sich gnädig, und bis Hameln kamen wir trocken an, nur dieser Gegenwind…(heißt:Gang runter, Akkuleistung rauf! Hab meinen Akku so leer wie nie gefahren. Aber „wat mut, dat mut“. )

In Hameln haben wir dann eine längere Pause gemacht, eine sehr schöne Altstadt, bekannt durch den „Rattenfänger von Hameln“, dem auch dieser Springbrunnen gewidmet ist.

Der Rattenfängerbrunnen

Der weitere Weg erwies sich doch als einigermaßen beschwerlich, der Wind wurde immer stärker, und auf einmal zeigten sich doch die bedrohlichen Regenwolken. Gott sei Dank, waren es nur Schauer, aber in Kombination mit dem Wind, nicht sehr schön. Trotz E-Bike haben wir uns ganz schön abgestrampelt. Wie gesagt, ich fahre ja das erste Mal mit einem Fahrradnavi, und die haben die Eigenschaft, die komplette Strecke zu tracken. Ist auch ok, interessant ist, dass sich unsere durchschnittliche Geschwindigkeit von 17,6 km/h auf 13,6 km/h reduziert hatte. Und auf den letzten 10 km waren alle Pippiboxen geschlossen, Ruhetag! Obendrauf auch noch eine Ortsdurchfahrt mit Kopfsteinpflaster! Höchststrafe. Aber alles geschafft, DANK Tena-Lady! Demnächst könnt ihr mich bestimmt im Werbespot sehen.
Unsere Anstrengungen haben sich aber gelohnt, und wurden mit dem sehr schönen Hotel „Stadt Kassel“ in Rinteln belohnt. Dazu noch die Lage inmitten der Fußgängerzone, umgeben von schönen Fachwerkshäusern.

Morgen geht es weiter nach Minden, nur knappe 40 km. Ein bisschen kurzer Trip, das Wetter so wie heute, wieder viel Wind, also wieder eine lange Hose anziehen 🙂

10.06.2024 – Bodenwerder

Nach einem leckeren Abendessen in unserem Hotel „Weserblick“ gingen wir frühzeitig ins Bett, für den nächsten Tag stand die Fahrt nach Bodenwerder an mit 55km. Leider war die Wettervorhersage nicht so vielversprechend, es war schon für den Vormittag Regen angesagt. Aber mal schauen…

Wir sind schon sehr früh aufgewacht, haben unser Gepäck an der Rezeption abgegeben, und ein sehr leckeres Frühstück genossen. Man muss wissen, gemäss der Vorgabe unseres Reiseanbieters Velociped sollte das Gepäck bis 9:00 Uhr an der Rezeption für den weiteren Transport bereitstehen.
Und so ging es schon um 09:10 zur nächsten Etappe, und das bei herrlichstem Sonnenschein. Zwar nur 13° warm, aber ok. Eine gewisse Skepsis war angesagt, denn normalerweise sind die Wettervorhersagen in einem gewissen Rahmen verlässlich, und die versprach Regen.Die Strecke entlang der Weser war herrlich zu fahren, keine unerwarteten Steigungen, kein nenneswerter Gegenwind, alles easy. Die Navitante machte was sie sollte, und so spulten wir Kilometer nach Kilometer ab, auch angetrieben von der zu erwartenden Regenfront. Deshalb verkniffen wir uns auch einen Besuch im Kloster Corvey, welches sich auf unserer Strecke befand.

Und dann sahen wir auf halber Strecke in Höhe Holzminden einige Regenwolken auf uns zukommen. Erst leichter Nieselregen, aber für die Regenkleidung noch nicht stark genug. Das sollte sich ändern…und zwar schnell. Regenschutz angezogen, soweit vorhanden, wobei meine Liebste einen ganz besonderen „Regenschutz“ für die Beine anzog.

Christel‘s Wunderhose – Vorderansicht
Christel‘s Wunderhose – Rückansicht

Ich selbst hatte nur eine Regenjacke und eine kurze Hose an, konnte nicht so viel Stoff nass werden. Die Regentätigkeit hielt bis zum Zielort an, nicht zu heftig, aber kontinuierlich. Trotzdem erreichten wir gut gelaunt unser Hotel „Goldener Anker“ in Bodenwerder, direkt an der Weser gelegen. Unser Zimmer war in Ordnung, aber man bemerkte doch einen s.g. Investitionsstau, es gibt nochl viel zu tun.
Gegen Abend sind wir dann auf Nahrungssuche gegangen, immer noch Regen, der Ort wirkte wie tot. Wurden aber fündig, haben gut gegessen, aber der Rückweg zum Hotel offenbarte die ganze Tristesse dieses Städtchens, viel Leerstand, einfach tot. Was erwartet uns den Morgen, die Fahrt soll von Bodenwerder nach Rinteln gehen, ca. 55 km. Die Wetterapp versprach Bewölkung mit einigen Regenschauern, teilweise windig. Jedenfalls keinen Dauerregen. Ist doch was….

Hier ist die EX -Sozia, jetzige Mit-E-Bikerin!
Neben meiner Wunderhose hatte ich ein weiteres Problem: noch in Bottrop wurde mir eine Pilzinfektion diagnostiziert (aber das ist eine andere Geschichte) und ich habe entsprechende Medikamente erhalten. Doch die erwartete Besserung blieb aus und verschaffte mir und meinem Liebsten schlaflose Nächte mit alptraumartigen Gedankenspiralen bis hin zum Fahrtabbruch. Puh! Das musste aufhören! Deshalb habe ich in Bodenwerda erst einmal eine Ärztin konsultiert. Und siehe da, die Pilzinfektion entpuppte sich als Blasenentzündung!! Und siehe da: endlich spürbare Besserung mit Antibiotika und die Fahrt kann beruhigt weitergehen. Den Bericht bekomme ich per e-mail und nächste Woche Montag muss ich noch mal in Bremen den Urin testen lassen. Die Fahrt kann weiter gehen: von Pippibox zu Pippibox auf der Route. Das schaffen wir!!

09.06.2024 – Beverungen

Gestern sind wir mit der Weser-Radtour gestartet.

Unser Sohn René hat uns morgens nach Hannoversch-Münden gefahren, alles easy, kaum Verkehr. Nach dem Einchecken haben wir uns auf dem Weg in die Stadt gemacht. Dazu muss man wissen, dass das Hotel doch ein wenig weit entfernt der Altstadt liegt, ca. 2,5 km. Hört sich erst mal wenig an, in die Stadt ging es nur bergab, sehr angenehm bei herrlichstem Wetter. Aber es dauerte doch seine Zeit.

Wir waren vor 12 Jahren schon einmal in Hannoversch-Münden mit dem Motorrad, hatten sehr positive Erinnerungen an den Ort. Aber diesmal kam es uns doch ein bisschen fremd vor, irgendwie tot…

Haben dann im Ratsbrauhaus noch was zu Abend gegessen, und entgegen unserer Gewohnheit sind wir dann mit dem Taxi zum Hotel, denn die 2,5 km zu Fuss und nur bergauf….sind ja auch nicht mehr die Jüngsten.

Heute morgen haben wir uns dann bei sehr schönem Wetter auf den Weg zu unserem ersten Teilabschnitt gemacht, unser Ziel „Beverungen“. Entfernung nach Navi : 56 km.
(Zur Info, haben das 1. Mal ein Navi ausprobiert, sind sonst immer nach Karte gefahren. Aber unser Reiseanbieter Velociped und die Homepage Weserradweg boten die Strecken bis Cuxhaven als Navigationsdatei an, nicht nur die Strecken, auch das Höhenprofil) Das Höhenprofil zeigte doch einige knackige Steigungen, die ersten Kilometer waren noch sehr entspannt. Entlang der Weser, leichte Hügel, bis es dann nach ca. 14 km doch plötzlich nicht nur steil, sondern sausteil wurde. Und dann hiess es, vor dem Berg in den leichtesten Gang schalten, Motor auf höchste Stufe, dann ging es, aber auch beschwerlich. Wir haben es geschafft, aber etliche, wirklich etliche auch mit Ebike haben das Fahhrad dann schieben müssen. Das war allerdings auch die schlimmste Steigung.

Der weitere Tourverlauf war problemlos, bis auf so einige Anweisungen der Navitante, die uns doch manchmal verwirrte. Aber wir haben unser Zielhotel „Weserblick“ in der Nähe von Beverungen erreicht.

Morgen geht es dann weiter nach Bodenwerder, auch ca. 55km. Aber das Wetter soll nicht so dolle werden, sind aber weiter optimistisch.

Weserradtour vom 08.06 — 22.06.24

Nach 3-jähriger Pause (warum eigentlich?) haben wir uns entschlossen, doch mal wieder eine Fahrradtour zu machen.

Unsere Wahl fiel auf den Weserradweg, und wieder mit der Organisation Velociped, mit der wir bisher sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Da wir diesmal sehr zeitig gebucht haben, konnten wir zu dem Normalprogramm noch zusätzliche Übernachtungen in Bremen, Bremerhaven und Cuxhaven buchen.

Die An – und Abreise haben wir so organisiert, dass uns René nach Hannoversch-Münden fährt und Christian uns aus Cuxhaven abholt. Das ist eine sehr charmante Lösung, denn sonst hätten wir unser Auto vom Ausgangspunkt wieder abholen müssen, entweder mit Velociped oder mit der Bahn. Velociped schied aus, einfach zu teuer, und Bahn? Wie sollen wir das machen, 2 Räder sowie Koffer/Taschen transportieren? So haben wir eine gute Lösung gefunden.

Ein bisschen Sorge bereitet mir das Wetter, der Mai war ja sehr verregnet, aber vielleicht wirds ja Anfang Juni besser.