01.05.2017 – Sevilla

Nach einem hervorragendem Frühstück machten wir uns auf die Socken, die Stadt bei angenehmen Temperaturen zu erkunden.
Unser Hauptziel war die Kathedrale von Sevilla.
Die Warteschlange vor der Kathedrale hielt sich in Grenzen, Geduld ist ja mein zweiter Vorname -:) Positiv war, dass man sich einen Audioguide leihen konnte, so war man flexibel und wir hatten gute Erfahrungen damit schon in  Cordoba gemacht.
Die Kathedrale ist nach dem Petersdom die größte im Barockstil gebaute Kirche, und wie so oft in Spanien, erbaut auf dem Gelände einer Moschee, die aber zuvor wohl dem Erdboden gleicht gemacht worden war.
Die Kathedrale selbst rief jetzt kein großes Erstaunen bei mir hervor, unendlich viele kleine Altäre und Sakristeien entlang des Hauptschiffes. Zu jedem dieser Bauten gab es Erklärungen, aber die Unmenge an Jahreszahlen und Malern und Heiligen, kann man sich nicht merken. Es war ja auch die 4. Kathedrale in knapp 2 Wochen. Am interessantesten war der Sarkophag von Christopher Columbus, der hier letztlich seine Ruhestätte fand.

Der Sarkophag des Christoph Columbus

Der Hauptalttar war leider vergittert, so dass man keinen freien Blick auf den kunstvoll gearbeiteten Altar werfen konnte.

Der Hauptaltar

Bis auf eine spezielle Reiegruppe, für die wurde das Altartor geöffnet, man sah noch weniger, und es war unendlich laut. Wobei mir das Verständnis für die Leute fehlt, die sich an einem doch sakralen Ort, sehr laut unterhalten, ein Liedchen pfeifen oder klatschend durch die Gegend laufen. Der Höhepunkt war allerdings ein Handytelefonat. Und da war meine Toleranzgrenze doch schnell überschritten. OK, der Selfiewahn macht auch in Kirchen nicht halt, aber soviel ungebührliches und respektloses Verhalten habe ich bis dato in keiner Kirche erlebt. (Verschwiegen hat er noch, dass die BAS nicht auch die beste aller Audioguide-User ist. Die Technik der Folientastatur erschliesst sich mir nicht wirklich. Wer erfindet und benutzt bis heute sooo einen S.h.iß??? Das hat das Nervenkostüm meines BAF doch arg strapaziert.)
Weiter ging es bei herrlichstem Wetter zum „Plaza de Espana“.
Aus Wikipedia:
„…Die Plaza de España ist einer der bekanntesten Plätze in Sevilla, Spanien. Als Sevilla 1929 die Iberoamerikanische Ausstellung veranstaltete, wurden viele Gebäude für die Ausstellung im Maria Luisa Park errichtet, unter diesen die Plaza de España von Aníbal González (der ebenfalls leitender Architekt der Gesamtveranstaltung war). Von „Gebäude“ wird hier deshalb gesprochen, weil der Platz durch ein halbkreisförmiges Gebäude, das sich nahtlos um den Platz legt, erst gebildet wurde. Der Halbkreis hat einen Durchmesser von 200 Metern und soll eine Umarmung der südamerikanischen Kolonien durch Spanien symbolisieren…“

Blick auf den Plaza de Espana

Eine sehr beeindruckende Architektur mit einem Kanal, der von 4 Brücken überspannt wird,und einer fast 30.000 qm großen Freifläche. An der unteren Wandgalerie sind Fliesengalerien aller spanischen Großstädte angebracht, ein prachtvolles Farbenspiel.
Und überall wieder jede Menge festlich gekleidete Frauen, Männer und Kinder – toll geschmückte Kutschen – da kam man sich in seinem Touri-Outfit manchmal ganz schön schäbig vor: Treckingsandalen statt Highheels, Jeans statt Rüschenkleid, selbst eine Blume im Haar hätte bei meiner Kurzhaarfrisur keinen Halt gefunden 🙁 . Auf jeden Fall ist jetzt die 1.Speicherkarte des Fotoapparats voll, -war wohl nicht so groß.

Wunderschöne Mosaiken der spanischen Großstädte am Plaza de Espana

 

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