Heute plaudern wir mal aus dem „Senftöpfchen“; mit den Augen der BAS über einen Tag, an dem es – zum Glück – keine besonderen Vorkommnisse gab, außer daß Waschtag war.
Am Morgen herrliches Frühstück im Bademantel (!Keine Sorge, war nicht im Motorradkoffer, gehörte zur Wohnungsausstattung!!) auf unserer ca 3x3m großen Terrasse, dahinter etwa gleichgroßes Rasenstück abgegrenzt mit Büschen und Bäumen. Herrlich, so zwanglos, so stressfrei, so friedlich, so ruhig. Und die 1. Waschmaschine läuft bereits. 🙂 Mehr als 2 Maschinenladungen gibt unser Gepäckvolumen sowieso nicht her.
Dann ist die 1. Maschine fertig; was ist das? 1000 Umdrehungen Schleudergang ergeben bei uns ein anderes Ergebnis. Und mein BAF liest noch die WAZ, keiner hat sich Gedanken gemacht, wie die Leinen gespannt werden können. Haken oder ähnliches -Fehlanzeige. Bäume außerhalb der Spannweite unserer Leinen. Eine Konstruktion zwischen einer Wandhalterung und dem Sonnenschirm, der in unserer Tischmitte vorhanden war, wurde als zu instabil abgelehnt, zumal ein kräftiges Windchen ging. Bei Nachbarn sah ich das Ziel meiner Begierde: einen Wäscheständer. Also raus aus dem geliebten Bademantel und ab zur Rezeption (natürlich nicht nackt). Der Wäscheständer samt einem Körbchen mit Klammern wurde umgehend gebracht. So einfach kann das Leben sein.

Da lacht sie noch….
Also ran ans Werk: Kaum war die Wäsche aufgehängt, mein Reinhard ein Stück zur Seite gerückt (worden), fing es an zu …..regnen. Wäsche rein, Wäsche raus, ein munteres Wechselspiel begann. Wo trocknet es besser? Drinnen? Draußen? Wäsche in die Sonne, wenn vorhanden, Reinhard in den Schatten. Wäsche in den Wind, zack fällt alles um, wobei das Abstützen noch das geringste Problem war, denn eigentlich trocknete es wegen der hohen Luftfeuchtigkeit gar nicht, selbst die atmungsaktivste Sportbekleidung nicht. Man konnte die Wäsche drehen und wenden, wie man wollte, es passierte so gut wie gar nichts. Und dann war die 2. Maschine auch schon fertig. Also wurde die Wohnung dekoriert: Leine von Wandlampe zu Scharnier der geöffneten Kleiderschranktür gespannt quer durch den Raum, Stühle, Duschkabine alles wurde einbezogen – der Phantasie waren keine Grenzen gesetzt; nur mein Reinhard kauerte immer weiter in seinem Schatteneckchen 🙁 . Bei dem Versuch, Fixpunkte für die Leinenbefestigung zu erkunden, war ich schon aktiv, durfte aus meiner kleinen Schattenecke heraus.
Dann endlich war´s geschafft. Die Wäsche im Trockenen und der Himmel riß auf. Ein Gang zum nahegelegenen kleinen Shoppingcenter mit 1 Supermarkt und 5 kleinen Bars/Restaurants stand an. Unterwegs aber noch ein Abstecher die Treppen hinunter zur traumhaften Sandstrandbucht mit herrlicher Felskulisse in der Abendsonne bei stürmisch rauschender See und Schaumkronen auf den Wellen. – Mit einem Bierchen aus der Strandbar – einfach genießen und entspannen: Seht selbst und werdet neidisch.

Treppab – heißt natürlich auch wieder treppauf – so kamen wir zum eigentlichen Ziel und fanden dort neben dem Supermarkt einfache Kneipen und fast alle mit Sky-TV. Schwupps – was verzehrt und für Sonntag einen Bildschirm für´s Schalkespiel reserviert. Ansonsten sind nämlich in der Mehrzahl Engländer vor Ort und zeitgleich spielt Arsenal gegen ManU. Einen Bildschirm kriegen wir 🙂 .Da strahlt mein Reinhard wieder.
Zuhause zurück gab es dann noch die berühmten Gorgonzolanudeln und das ausgeprägte Stück „Männerfleisch“ aus der Hand des BAF persönlich. Gespeist wurde gegen 21.00h auf unserer Terrasse (ohne Wäsche) mit einem verdienten Gläschen Wein nach einem entspannten abenteuerfreien Tag. Verdient ist verdient.