26.08. – Von Wertheim nach Miltenberg (35 km)

Nach einem wiederum sehr gutem Frühstück sind wir entspannt nach Miltenberg weiter gefahren, und obwohl der Wettergott Regen angesagt hatte, sind wir, warum auch immer, bei herrlichem Sonnenschein in Miltenberg angekommen.

Die Radwege sind ausgezeichnet, auch die Wegführung hervorragend beschrieben und ausgeschildert. Und so waren wir recht zeitig in unserem „Flair Hotel Hopfengarten“. Von aussen sehr unscheinbar, aber innen alles renoviert, kann man nur empfehlen.


Da wir sehr zeitig waren und der Ort jetzt auch nicht unbedingt zu einer Besichtigungstour einlud, haben wir erstmal unsere Tagebucheintragungen aktualisiert.
Aber danach mussten wir uns bewegen und haben uns doch auf den Weg gemacht, durch das kleine Städtchen zu flanieren.
Nach den bisherigen Erfahrungen mit kleinen Orten und den oftmals übertriebenen Stadtplänen war unsere Erwartung nicht die allerhöchste.

Weit gefehlt!

Eine ganz tolle Altstadt, mit wirklich sehr schönen alten Fachwerkhäusern, und unsere vorherige Skepsis schlug um in Begeisterung.

Auf dem Foto ist das „älteste Gasthaus Deutschlands Zum Riesen“ abgebildet, urkundlich benannt schon Mitte des 12. Jh.

Neben den üblichen Touristen begegneten wir ca. 7 Reisegruppen, zu erkennen an den hochgehaltenen Schildern „Viking Tours“, denen in Gruppen jeweils 15-20 meist ältere Menschen folgten. Und die Guides sprachen alle Englisch, bzw. waren die Touris sehr schnell als Amerikaner zu identifizieren. Was machen Amerikaner in Miltenberg, und so viele?
Und das machte mich neugierig.
Nach ersten Recherchen organisiert Viking Tours Flußkreuzfahrten in Deutschland bzw. europaweit, und die Zielgruppe sind Amerikaner…
Die Kosten für eine 8 tägige Kreuzfahrt sind so mit 3.800€ in der Standardkategorie angegeben.

Also sprachen wir eine Gruppe an, die definitiv zu Viking gehörte, um zu erfahren, dass diese eine Flusskreuzfahrt von Amsterdam nach Budapest gebucht hatten. Die Anlegestelle des Schiffes war Freudenberg, ca. 10km von Miltenberg entfernt. Und die Leute wurden mit Bussen dann nach Miltenberg transportiert. Und die Menschen waren begeistert, so viele Burgen hätten sie noch nie gesehen. Und dann die Tour mit den Ländern Niederlande, Luxemburg, Deutschland, Österreich und Ungarn, phantastisch.

Naja, jeder wie er möchte.

Um den vorherigen Stress mit der Essensaufnahme zu entgehen, hatten wir in unserem Hotel schon einen Tisch bestellt, obwohl in dem Ort ausreichend Restauration (neben Eisdielen und Cafes) vorhanden war, und dann noch geöffnet.

Und wir müssen sagen, wir hatten eine sehr gute Wahl getroffen. Eine hervorragende Küche, und ich habe mal einfach den „Fränkischen Sauerbraten“ probiert, der eigentlich auf jeder fränkischen Speisekarte steht. Und es war eine gute Wahl, nicht so lecker wie der von meiner Mama (geht auch gar nicht), ein bisschen süsslich dem Rheinischen Sauerbraten ähnelnd.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.