20.08 – Von Haßfurt nach Schwarzach (64 km)

Heute stand die lange Fahrt nach Schwarzach an. Nach den Unterlagen sollten es 70 km sein. So weit so gut.
Sind gestern zeitig ins Bett, um am nächsten Tag ausgeruht zu sein. War auch alles gut, bis dann kurz vor 6:00 Uhr morgens Kirchengeläut uns brutal aus dem Schlaf riss.

Wie man weiß, in den bayerischen Dörfern gibt es immer mindestens 2 Kirchen, und diese läuten den Tag um 6:00 Uhr morgens ein, um die Gläubigen zum Angelus- Gebets aufzufordern. Und das war schon sehr intensives Läuten, zumal wir direkt neben der Kirche unser Quartier hatten.

Egal, wir waren wach, und erstmal auf die Wetterapp schauen, denn die Vorschau verhieß abends vorher nichts Gutes. Und siehe da, für den Vormittag war vereinzelt Regen angesagt, dann aber ein Mix aus Sonne und Wolken. Vielleicht haben wir ja Glück.
Nach einem sehr leckeren Frühstück machten wir uns auf den Weg, es war nicht kalt, aber ein leichter Nieselregen war doch präsent.
Für mich, die BaS, gab es vorher noch eine Kombi aus Bäckerei und Metzgerei: sprich Brötchen mit warmem Leberkäs als Reiseproviant für die lange Strecke, damit man dem Hungerast trotzen kann.

Und wir hatten Glück, es klarte schnell auf, die Sonne schien, ein super ausgebauter Radweg, hervorragend asphaltiert, Herz was willst du mehr. Und wir waren sehr schnell in Schweinfurt, die ersten 20 km waren locker geschafft.
Auch der weitere Weg entlang des Main war sehr schön, hat unheimlich viel Spass gemacht.

Und so waren wir doch relativ zügig nach einer „Zwangsüberquerung“ des Mains in Volkach.
Volkach war eigentlich unser Etappenziel, aber es gab dort keine Unterkunft mehr, so dass wir nach Schwarzau weiterfahren mußten.

Fähre in Wipfeld

Aber wir haben es uns nicht nehmen lassen, einen kleinen Abstecher nach Volkach zu machen.
Ein sehr schönes Städtchen, voller Leben, da hätten wir auch gerne übernachtet….

Der Marktplatz von Volkach

Weiter gings nach Schwarzach, entlang des Donaukanals, über Weinberge, und schnell waren wir am Zielort.
Und wir hatten Glück mit unserem Hotel „Flair Hotel zum Benediktiner“, in sehr schönes Zimmer, Herz was willst du mehr. Und wir sind nur 64 km anstatt der angesagten 70 km gefahren, keine Schmerzen, alles easy.

Der Ort an sich ist nicht der Brüller, ein Highlight ist das Benediktinerkloster „Abtei Münsterschwarzach“, eine tolle Anlage mit einer riesigen Kirche, romanischer Stil, also schlicht gehalten. In dem Kloster sind ca. 60 Mönche untergebracht.
Zu dem Areal gehören ein Gymnasium, Werkstätten, Gastunterkünfte, Seminarräume, Sportstätten und noch etliches mehr. Sehr sehenswert. Mehr ist auch nicht in dem Ort.

Aber wir haben hervorragend zu Abend gegessen, in dem zu unserem Hotel angeschlossenen „Gasthaus zum Benediktiner“. Und was ißt man im Frankenland?

Genau, Schweineschäufele, ein Gericht, was man unbedingt gegessen haben muss, als Stärkung für morgen, die schweren 17 km bis Kitzingen….

Für morgen sind 26 Grad bei eitlem Sonnenschein angesagt, allerdings für Sonntag nach Würzburg werden wohl unsere Regensachen zum Einsatz kommen….

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