05.06.2017 – San Sebastian

Das Wetter auch wieder bewölkt, aber gemäß Vorhersage sollte es um die Mittagszeit aufreissen. Und um 11:00 Uhr kam die Sonne!!!!!!! Hurra, endlich mal wieder Sonne, nach den fast durchweg kühlen Temperaturen im Norden Spaniens.
Und es zeigte sich ein völlig neues Stadtbild, wir wohnen in einer wunderschönen Strasse, umgeben von schönen Häusern… und wir haben in der Wohnung einen integrierten Glasbalkon, auf dem wir frühstücken, mit freier Sicht auf die Umgebung, ist ein tolles Gefühl. Das war mein erstes Juchhuuu als wir die Wohnung betraten.
Einen Wermutstropfen gab es allerdings:
Ich habe ja bekanntlich Probleme mit meinen Ohren, die regelmäßig gereinigt werden müssen. Und es hatte mich schon in Getxo erwischt, die Ohren waren zu. Im Internet hatte ich mich nach Ohrenärzten in San Sebastian in Nähe des Appartments umgesehen (seitdem weiss ich, dass Ohrenärzte „Odontologen“ sind). Und so führte uns unser erster Weg in die Arztpraxis anstatt in die Altstadt.
Die Praxis lag in einem alten, ehrwürdigen Gebäude neben der Kathedrale, und Dem entsprachen auch die Innenräume. Dank unserer ausgeprägten Spanisch/Baskisch-Kentnisse erhielt ich einen Termin um 18:30 h.? So spät? Für deutsche Verhältnisse unvorstellbar! Aber was soll ich machen…

So machten wir uns bei eitel Sonnenschein auf den Weg, die Stadt zu erkunden.

Eine wunderschöne Stadt, herrliche Gebäude mit tollen Fassaden, alles äußerst sauber und gepflegt, ich konnte mich gar nicht sattsehen.

Und der Golf von Biskaya grenzt unmittelbar an die Stadt mit ihren weitläufigen Buchten, alles in allem ein tolles Gefühl, man fühlt sich wohl (bis auf meine Ohren). Und wir saßen in der Sonne und ließen es uns gut gehen.

Und dann kam der Arzttermin, eine ältere Dame empfing uns, und es gelang uns, die Krankenkarte auszufüllen, und nach kurzer Wartezeit in einem ehrwürdigen Wartezimmer kamen wir zum Arzt.
Ein sehr sympathischer älterer Herr um die 70, – Schreibtisch, die davor stehenden Stühle und der Behandlungsstuhl waren bestimmt ebenso alt. Ich hätte gerne ein paar Fotos gemacht…. Aber der alte Herr verstand sein Geschäft und dank seiner jahrzehntelangen Erfahrung, war seine Diagnose bald erstellt. Die Kommunikation darüber erfolgte mit Hilfe von Schautafeln, beidseitigen Übersetzungshilfen ins Englische -wir per Handy, der Doktore per PC. Er hat sich viiiel Mühe gegeben.
Dann begann die eigentliche Behandlung. Sehr vorsichtig, ohne technischen Schnickschnack – aber mit ERFOLG. Ich mochte nicht immer hinsehen, aber mein BAF ist zufrieden und kann mich wieder hören. Das Honorar war nur halb so hoch wie bei uns.
Danach waren wir dann bereit für den Abendspaziergang in die Altstadt und konnten uns an den über 100 Tapasbars mit ihren verlockend hergerichteten kleinen Häppchen nicht satt sehen. Leider – reicht SEHEN ja bekannlich nicht aus und viele kleine Häppchen machen auch nicht gerade schlank. Aber es gibt so viel zu probieren…. Und so ist nach unserer Rückkehr erst mal wieder Schmalhansküche angesagt. Hier ein kleiner Eindruck, da läuft einem doch das Wasser im Mund zusammen:

Übrigens ist San Sebastian ein Eldorado für Shoppingsüchtige, tolle Läden, nicht nur für Schuhe, Hüte und Mode. Auch die moderne Form der Markthalle wurde hier hervorragend umgesetzt: Direkt neben großartigen Supermärkten findet man individuelle Marktstände mit hervorragenden Obst- und Gemüseangeboten, etliche eigenständige Fleisch- und Fischstände wie in alten Markthallen, nur moderner. 🙂 🙂 🙂

Übrigens kann man sich an den TK-Theken die benötigte Menge an Gemüse, Fisch oder Pommes/Kroketten selbst abfüllen.

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