24.04.2017 – Rundtour Sierra Nevada

Heute melde ich mich mal als erste mit meinem Senf. Wenn mein letzter Beitrag von der Transferfahrt Malaga – Granada eher in die Kategorie LÖWENsenf fällt, haben wir heute Dijon-, Feigen- oder Honigmohnsenf. Einfach Klasse unsere Rundtour durch die Sierra Nevada!!!!

Denn nachdem wir die Baustellenkultur Malagas hinter uns gelassen und das Unwort des Jahres :“Bitte wenden“ in unserem Navi wieder aktiviert haben, wird die Tante zu unserm Freund/in. Die Rundtour durch die Berge (programmiert von meinem BAF) war eine Wucht. Landschaftlich, motorradfahrtechnisch alles perfekt. Kurven fahren ist wie Rückengymnastik pur, ständige Gewichtsverlagerung beugt Verkrampfungen vor. Ich will nicht zu viel vorwegnehmen, der BAF hatte seine eigenen Eindrücke, nur so viel: Heute habe ich mir zum ersten mal eine Helmkamera gewünscht…vielleicht geben das später meine Fotos wieder, denn ich habe versucht während der Fahrt zu fotografieren.

Für heute stand die Tour durch die Sierra Nevada an, natürlich war das berühmte Schinkendorf Trevélez ein wichtiger Anlaufpunkt. Von da aus sollte es südlich entlang der Berge gehen, um dann nach Norden die Sierra Nevada zu überqueren und zurück nach Granada.
Morgens habe ich dann noch einige Korrekturen an der Route vorgenommen (Lessons learned), und es ging zügig los. Vollstes Vertrauen zur Navitante, klappte reibungslos. Die Route führte uns entlang der A-348 und weiter über die A-4132 bis Trevélez, eine Traumstrasse, unendlich viele Kurven, bergauf und berab, und ein griffiger Bodenbelag. Von der Sicht ganz zu schweigen! Aber man durfte nicht zu viel nach rechts oder links schauen, denn die nächste Kurve war schnell angesagt, also volle Konzentration.
Und das Wetter war leicht bewölkt, Temperaturen um die 20´´, passte!

Trevélez ist ein kleines Bergdorf, bekannt für den berühmten Schinken der Pata Negra Schweine. Es gibt hier keine Schweine, aber die Schinken werden  hierher transportiert, um hier in der Höhe von 1.500m zu reifen.

Trevélez, das Zentrum der Schinkenproduktion

Entsprechend waren auch die kleinen Restaurants voll auf Schinken ausgerichtet, und das Wasser lief mir als Vegetarier (gestern wieder Tapas mit Sardinen gegessen:-)) im Munde zusammen.

Ein Traum für  jeden Vegetarier 🙂

Und noch mehr davon..

Und wir haben uns eine kleine Schinkenplatte gegönnt, musste sein, schmeckte hervorragend!!!!

Weiter gings dann entlang der Bergkette bis zum Abzweig nach Norden über die Sierra Nevada. Ein Blick Richtung Pass lies nicht so richtig Gutes erahnen, dunkle Wolken türmten sich, aber unser Optimismus liess uns den geplanten Weg weiterfahren. Und das war gut so. Wieder Traumstrassen bis zur Passhöhe auf 2.000m, da ging mir wirklich das Herz auf. Und kaum Verkehr auf den Strassen. Für Motorradfahrer ein Paradies! Ich schwelge vielleicht ein bisschen zuviel, aber ich bin noch im Flow….
Allerdings ab der Bergkuppe wurde die Strasse echt schlecht, und zu allem Überfluss fing es an zu tröpfeln. Das gibt es doch nicht! Den Pass hinunter war noch ganz gut, aber auf der Autobahn Richtung Granada (hatte das Navi zwischenzeitlich umprogrammiert) fing es an zu schütten, aber heftig! Glücklicherweise fanden wir schnell eine Tanke zum Unterstellen, gemeinsam mit ca. 15 anderen Maschinen aus Italien. Man kam ins Gespräch, die Truppe kam wohl aus Padua, ist dann mit der Fähre von Genua nach Barcelona gefahren, und war auf dem Weg nach Cadiz auf die Fähre nach Tanger. Und dort wollte die Truppe 11 Tage verbringen, echt krass.

Die Motorradtruppe aus Italien

Nachdem der Regen nachgelassen hatte ging es auch für uns weiter, immer der Navitante schöön brav folgend. Und die führte uns durch Ost-Granada bis in die City, in die Nähe unserer Unterkunft. Warum bis in die Nähe?  Weil es 2 Strassen ziemlich gleichlautend gibt, und ich habe die falsche Strasse bei der Einprogrammierung gewählt.
Oh Schande! Also in Zukunft die Brille aufsetzen, und alles kontrollieren. Denn was folgte war eine „Nightmare“ durch kleinste Gässchen, ich hatte voll die Orientierung verloren, nur die Navitante nicht.
Dazu kam noch, dass meine Wahrnehmung bezüglich der Ausfahrten, die ich nehmen sollte, nicht immer übereinstimmten mit den Anweisungen, und so kam öfters die Anweisung „Wenn möglich, bitte wenden“. Auch das Display ist bei Sonnenschein durch Reflektionen meiner gelben Warnweste schwer ablesbar.
Und dann haben wir doch noch unser Ziel erreicht.
Ein wahrlich toller Tag den wir erlebt haben, auch das bisschen Regen hat nichts ausgemacht!
Der nächste Trip geht dann übermorgen nach Cordoba, für morgen ist eine Führung durch die Alhambra angesagt.

Ein Gedanke zu „24.04.2017 – Rundtour Sierra Nevada

  1. Hallo Ihr beiden, eure Reiseberichte sind ja wirklich sehr ausführlich und sehr informativ. Echt toll. Weiter so und weiterhin viel Spaß. Passt auf euch auf, besonders bei euren Fahrten mit eurem Motorrad.
    Liebe Grüße eure Churchis

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