24.06.2016 – Heringsdorf (Usedom)

Es lag eine Strecke von fast 350 km vor uns, einen weiteren Zwischenstopp wollten wir in Polen nicht mehr machen, und so haben wir uns für Heringsdorf auf der Halbinsel Usedom entschieden.
Die Wettervorhersagen waren mit 34º nicht gerade prickelnd, aber besser als Regen.
Aus Danzig heraus war es noch ganz ok, trotz der vielen Baustellen klappte es ganz gut und morgens war es auch schon schweineheiß. Die Fahrt wurde schlimmer durch die kleinen Städte hinter Danzig, ein Ort reihte sich an den nächsten, und es muss ein Statussymbol jeder Stadt sein, einen Kreisverkehr zu haben. Allerdings haben diese Kreisverkehre einen so kleinen Durchmesser, dass sich dort der Verkehr regelmässig staute. Dazu kommt noch, dass durch die Unmenge an Zebrastreifen (vor jedem kleinen Geschäft) der Verkehrsfluss immer wieder gehemmt wurde. Ein Übriges tat das Verhalten der polnischen Verkehrsteilnehmer ein, denn nach meinen Beobachtungen sind etliche Fahrer mit dieser Situation überfordert.
Und dieses „Stop and Go“ bei dieser Hitze machte uns kein Vergnügen:
Für die ersten 23km haben wir fast eine Stunde gebraucht, wie soll das nur weiter gehen.
Auch im Weiteren war das Fahren nicht so ein Vergnügen, viele LKW auf den Straßen, kaum zu überholen auf den kurvigen Strecken, und die Unart einiger „Schnellfahrer“, auch an den unübersichtlichsten Stellen zu überholen, forderte die volle Konzentration.
Aber irgendwann erreichten wir eine Schnellstraße, und da konnten wir Meter machen. Eine wunderschöne Strecke entlang Kolberg bis Swenemünde, dazwischen lagen Strandbäder wie Rewal mit sehr schönen Ferienanlagen. Ich kann mir vorstellen, an diesen Orten doch ein paar Tage zu verbringen, ist vielleicht auch den niedrigen Preisen in Polen geschuldet. Aber egal.
In Dziwnow hatten wir noch einen (unfreiwilligen) Aufenthalt, kurz vor uns schaltete die Ampel einer Zugbrücke auf „Rot“, wieder 20 min. In sengender Hitze.
In Swenemünde hatten wir allerdings Glück mit der Fähre über die“Swina“. Ich bin einfach meiner „Navitante“ gefolgt, und wir landeten auf einer Fähre, die nur von Autos mit „Swenemünder“ Kennzeichen benutzt werden darf, kostenlos! Wie es sich gehört habe ich mich schön in die Autospur eingereiht. Aber sofort kam ein freundlicher Pole auf uns zu und bedeutete uns, daß wir doch direkt nach vorne fahren sollten, hinter einen einheimischen Motorradfahrer. Na gut. Der nette Pole hat seinen Wagen noch umrangiert, um Platz zu machen. Und die Info, dass nur „Swenemünder“ die Fähre benutzen dürfen, gelte nur für Autos, nicht für Zweiräder, was allerdings bedeutete, dass wir dann in der Fahrradspur standen. Alles kein Problem, nur ungewohnt.
Die letzten zwei Kilometer bis zur deutschen Grenze gingen nochmals über holprigstes Kopfsteinpflaster, aber ab Deutschland war wieder alles in Ordnung und wir haben zügig unser Appartment in der „Villa Usedom“ bezogen

Unser Domizil in Heringsdorf – Villa Usedom

Danach waren wir noch schnell einkaufen. Einen Edeka Markt gab es nach Luftlinie ganz in der Nähe, aber dazwischen liegt noch ein kleiner Hügel. Hier in Heringsdorf ist nur der Strand, sonst geht es bergauf- und ab. Kurz nach20.00 Uhr waren wir mit dem Nötigsten versorgt.
Der Tag war schon sehr anstrengend, aber wir fühlen uns wohl.

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