{"id":1257,"date":"2017-06-12T13:19:46","date_gmt":"2017-06-12T11:19:46","guid":{"rendered":"http:\/\/raschi52.rasalhague.uberspace.de\/wordpress\/?p=1257"},"modified":"2017-06-12T13:19:46","modified_gmt":"2017-06-12T11:19:46","slug":"11-06-2017-fahrt-nach-anserall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.aschoff-clan.de\/wordpress\/2017\/06\/12\/11-06-2017-fahrt-nach-anserall\/","title":{"rendered":"11.06.2017 &#8211; Fahrt nach Anserall"},"content":{"rendered":"<p>Wir sind zeitig los aus Jaca, eine Strecke von fast 290 km bis Anserall war angesagt. Anserall liegt ca. 2,5km n\u00f6rdlich von La Seu D\u00b4 Urgell, einer Provinzstadt ca. 20 km s\u00fcdlich von Andorra.<br \/>\nDer Wettergott meinte es auch wieder gut mit uns, ca. 35` waren angesagt. Nach 20 km durch die\u00a0&#8222;Grillebene&#8220; ging es dann schon ab in die Berge, die Temperaturen waren morgens noch sehr moderat. Die Navigation war diesmal eigentlich unerheblich, da wir immer der Nationalstrasse\u00a0N-260 bis zu unserem Ziel folgen mussten.<br \/>\nUnd es ging bergauf-bergab, gespickt mit Kurven von allen Schwierigkeitsgraden und durch herrliche Landschaften, soweit ich das mitbekommen habe. Diese Strasse ist ein Traum f\u00fcr alle Motorradfahrer. Allerdings hiess es immer wieder aufpassen, denn auch &#8222;Radfahrtruppen&#8220; und &#8222;Sonntagsfahrer&#8220; mit ihren Blechb\u00fcchsen hatten die\u00a0Strasse f\u00fcr sich entdeckt. Und es waren jede Menge Motorradfahrer unterwegs. Auf unserem Weg mussten wir \u00fcber 3 P\u00e4sse, der H\u00f6henunterschied lag jedesmal so bei ca. 600m. Dank der guten Strassen gelang alles ohne Probleme.<br \/>\nMittlerweile wissen wir auch, wann wir eine Rast einlegen m\u00fcssen, auch ausserhalb der Tankvorg\u00e4nge. Ein sicheres Zeichen f\u00fcr eine Rast sendet das &#8222;Popometer&#8220; doch mal ein bisschen zu entspannen. Und nat\u00fcrlich auch das Durstgef\u00fchl. \u00a0 4 1\/2 l Wasser war unsere Reiseration.<br \/>\nWir haben f\u00fcr uns die &#8222;Repsol&#8220;-Tankstellen entdeckt, immer ausreichend Schatten und hervorragende Sanit\u00e4ranlagen.<br \/>\nAn einem dieser &#8222;Rastpl\u00e4tze&#8220; schlug eine Motorradtruppe mit Maschinen aus Spanien und Frankreich auf, mit \u00e4lteren Motorr\u00e4dern. Alles normal, bis sich zwei Leute der Truppe auf Deutsch unterhielten. Und wir kamen schnell ins Gespr\u00e4ch, woher, wohin usw. Als wir dann anmerkten, dass wir schon fast 8 Wochen unterwegs seien, bemerkten wir schon den &#8222;Neid&#8220; in ihren Augen.. \ud83d\ude42<br \/>\nAls H\u00f6hepunkt rauschte eine Truppe mit 6 Harleys und einem Begleittransporter heran, sehr ungw\u00f6hnlich, denn Harley&#8217;s hatten wir in den Bergen kaum gesehen.<br \/>\nAuch Deutsche, aus Dresden, sehr kontaktfreudig. Und wir erfuhren, dass diese Truppe ein Teil des Harley-Clubs aus Dresden war, die schon sehr viele Touren weltweit selbst organisiert hatten. Die Motorr\u00e4der werden immer zum Zielort transportiert, per Kleintransporter oder LKW, die Leute kommen per Flieger, und dann geht es los. Der R\u00fccktransport dann wieder mit LKW und per Flugzeug.<br \/>\nAls wir dann h\u00f6rten, wo die Truppe schon \u00fcberall war, kam ich aus dem Staunen kaum heraus. Einmal j\u00e4hrlich geht es nach Kuba, ansonsten waren die schon 2-mal in S\u00fcdafrika, einmal in S\u00fcdostasien, und U.S.A. sowieso. dorthin erfolgt der Transport der Maschinen im Container \u00fcber See. Unglaublich!!!<br \/>\nEiner\u00a0dieser Fahrer hat sich mittlerweile selbst\u00e4ndig gemacht und betreibt mit seinem Vater ein kleines Transportunternehmen spezialisiert auf Motorradtouren inkl. der komplette\u00a0Organisation wie Unterk\u00fcnfte, Fl\u00fcge etc.<br \/>\nIm Laufe des Gespr\u00e4chs erz\u00e4hlten wir von unserem Motorradtransport nach Malaga, von der Konstellation, portugiesischer Transporteur, polnisches Auto und Ukrainischer Fahrer. Und das Gleiche ist diesem Harley-Fahrer auch passiert, die leiche Konstellation, der Fahrer war nicht gr\u00f6\u00dfer als 1,60m, der auch kein Deutsch oden Englich sprach, und auch keine Ahnung vom Verzurren von Motorr\u00e4der hatte. War das evtl. der gleiche Fahrer??? Konnten wir nicht wirklich aufkl\u00e4ren, aber Zuf\u00e4lle gibts, und das mitten in den Pyren\u00e4en. Und wir erhielten dann noch die Visitenkarte, kann man ja vielleicht mal gebrauchen.<br \/>\nGut ausgeruht ging es dann auf die letzten 100km, diesmal durch eine enge Schlucht entlang eines kleinen Fl\u00fcsschens, sehr angenehme Temperaturen und ein wahres Kurvenlabyrinth. Auch die Anfahrt nach La Seu D\u00b4Urgell gestaltete sich sehr spannend, Kurven, steile Anstiege, starke Gef\u00e4lle, sehr abwechslungsreich. Mittlerweile hatten die Temperaturen ihre vorhergesagten 35\u00b4erreicht, und es wurde unangenehmer in der Motorradkleidung.<br \/>\nUnd das nach fast 200 km Kurven!<br \/>\n<i>Als ich das Hinweisschild La Seu D\u00b4 Urgell 20km las, normalerweise eher eine Erleichterung &#8211; \u00a0erst recht bei diesen Temperaturen &#8211; dachte ich dieses Mal &#8211; Schade, gleich vorbei&#8230; so abwechslungsreich war die Tour. Aber gemein f\u00fcr den BAF, denn der war rechtschaffen PLATT!!!<\/i><br \/>\nEgal, unsere NT f\u00fchrte uns in das kleine Dorf Anserall, nur unsere Unterkunft konnten wir nicht so leicht identifizieren. Von den Bildern bei\u00a0Booking.com hatten wir ganz bestimmte Vorstellung unseres gebuchten Hotels,\u00a0allein schon die Strasse zu finden war ein Abenteuer. Kleine, steile Gassen zwangen uns, das Motorrad abzustellen, denn ein Motorrad r\u00fcckw\u00e4rts einen Berg hinaufzuschieben ist ein sehr schwieriges Unterfangen, und das Risiko, irgendwo am Ende einer Gasse zu stehen und nicht wenden zu k\u00f6nnen war doch zu gro\u00df.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/raschi52.rasalhague.uberspace.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/IMG_0137-e1497263316139.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1259\" src=\"http:\/\/raschi52.rasalhague.uberspace.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/IMG_0137-e1497263266509-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><br \/>\nSo macht sich die BAS zu Fu\u00df nach der Suche des Hotels auf, und ich hatte das Hotel entdeckt, keine 10 m von unserem Standort entfernt. Haben wir schlichtweg nicht gesehen. Das Hotel war geschlossen, aber die BAS kam auf einmal mit einer spanisch\/englisch sprechenden Frau im Schlepptau (oder umgekehrt) zum Hoteleingang. Die Dame erwies sich als die Chefin, die auch ein Restaurant keine 20 m entfernt betreibt.<br \/>\nWie schon h\u00e4ufiger waren wir die einzigen G\u00e4ste, unser Motorrad parkt jetzt in einem wundersch\u00f6nen Innenhof, alles gut.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/raschi52.rasalhague.uberspace.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/IMG_0139-e1497263301640.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1260\" src=\"http:\/\/raschi52.rasalhague.uberspace.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/IMG_0139-e1497263284157-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><br \/>\nDie Chefin erkl\u00e4rte uns alles, wir erhielten einen deutschsprachigen Stadtplan von La Seu D\u00b4 Urgell, sie zeigte uns den Altstadtbereich auf der Karte mit Restaurants etc. und bedeutete, dass ihr Restaurant am Sonntag und Montag geschlossen habe.<br \/>\nAber im Fr\u00fchst\u00fccksraum gibt es einen K\u00fchlschrank mit Self-Service.<br \/>\nWir m\u00fcssen schon sehr sparsam geschaut haben, denn sie bot uns an, zum Abend ein paar Toast zu machen. Das entfachte auch keine Begeisterung bei uns, und die Entt\u00e4uschung war wohl in unseren Gesichtern abzulesen.<br \/>\nWir hatten von einem k\u00fchlen Bierchen, etwas Leckerem zu essen und dabei den Blick \u00fcber die Pyren\u00e4en schweifen zu lassen, getr\u00e4umt.<br \/>\nWar wohl nicht!<br \/>\nZu Essen gab es nur etwas in der Stadt. Zu Fuss werden dann aus den vormals 2,5km Hauptstrasse 4,2 km Wanderweg, auch ein bisschen viel, vor allem wenn man m\u00fcde und durstig ist \ud83d\ude41<br \/>\nUnd den Weg wieder zur\u00fcck&#8230;?????&#8212;&#8212;<br \/>\nDann hatte die Chefin die Idee:<br \/>\nSie f\u00e4hrt uns in die Stadt, und zur\u00fcck kommen wir dann mit dem Taxi!!<br \/>\nGesagt, getan. Und sie gab uns noch eine Taxinummer, der Fahrer w\u00e4re dann in 2 Minuten an einem bestimmten Kiosk da.<br \/>\nNur Sonntags hatten in der Stadt doch einige Restaurants geschlossen, aber wir hatten Gl\u00fcck, nicht die feine K\u00fcche, aber wir wurden satt.<br \/>\nUnd das mit dem Taxi hat auch geklappt!<\/p>\n<p><i>Unsere 3 dicken Reisef\u00fchrer &#8211; Andalusien, Portugal und Nordspanien -, die wir in Deutschland gekauft haben, sind jetzt durch. &#8211; Ab jetzt nur noch Freistil, ohne Hinweise und Empfehlungen positiver oder negativer Art. Daher wu\u00dften wir nicht, was uns in La Seu D\u00b4Urgell bzw. Anserall erwartet. Ich wollte unbedingt aus der Stadt raus und in ein Bergdorf &#8211; allerdings nicht sooo klein, dass es nur EINE Kneipe gibt und die dann noch zu hat&#8230;. \u00a0\ud83d\ude41 \u00a0 \u00a0&#8211; Aber Ruhe bekommen wir hier sicher&#8230;<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir sind zeitig los aus Jaca, eine Strecke von fast 290 km bis Anserall war angesagt. Anserall liegt ca. 2,5km n\u00f6rdlich von La Seu D\u00b4 Urgell, einer Provinzstadt ca. 20 km s\u00fcdlich von Andorra. 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