{"id":1210,"date":"2017-06-04T22:36:27","date_gmt":"2017-06-04T20:36:27","guid":{"rendered":"http:\/\/raschi52.rasalhague.uberspace.de\/wordpress\/?p=1210"},"modified":"2017-06-04T22:37:22","modified_gmt":"2017-06-04T20:37:22","slug":"04-06-2017-immer-noch-getxo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.aschoff-clan.de\/wordpress\/2017\/06\/04\/04-06-2017-immer-noch-getxo\/","title":{"rendered":"04.06.2017 &#8211; Immer noch Getxo"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr heute ist die Fahrt nach San Sebastian vorgesehen, aber um 12:30h sind wir immer noch in Getxo, der Regengott meint es nicht gut mit uns. Nicht ganz so schlimm, denn bis San Sebastian sind es nur ca. 100 km, und die werden wir auf der Autobahn zur\u00fccklegen, und das Appartment ist eh erst um 16:00h bezugsfertig, und bis dahin soll der Regen aufgeh\u00f6rt haben. Also sitzen wir jetzt in der Hotellobby und schreiben den Bericht \u00fcber unseren gestrigen Tag, den Besuch des &#8222;Guggenheim Museums&#8220; in Bilbao.<\/p>\n<p>Die Verbindung mit der Metro klappte einwandfrei, und so waren wir nach ca. 30 min. in Bilbao, und entgegen den bisherigen Berichten von Bekannten ist das Stadtbild weitaus sch\u00f6ner als gedacht. Zuerst ging es zu der von dem spanischen Stararchitekten Calatrava (der hat auch das Kongresszentrum in Oviedo zu verantworten) entworfenen Fu\u00dfg\u00e4ngerbr\u00fccke in unmittelbarer N\u00e4he zum Guggenheim Museum. Allerdings erwies sich die Architektur dieser Br\u00fccke genauso entt\u00e4uschend wie das Kongresszentrum. Da gibt es bei uns \u00e4hnliche sch\u00f6nere Br\u00fccken sogar \u00fcber die Emscher. Egal.<\/p>\n<p>Aber dann waren wir am Guggenheim Museum, ein Prachtbau, einem Segelschiff nachempfunden, mit Titanplatten au\u00dfen verkleidet. Sehr eindrucksvoll.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/raschi52.rasalhague.uberspace.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/IMG_2961-e1496571417468.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1206\" src=\"http:\/\/raschi52.rasalhague.uberspace.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/IMG_2961-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/raschi52.rasalhague.uberspace.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/IMG_2952-e1496571453790.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1204\" src=\"http:\/\/raschi52.rasalhague.uberspace.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/IMG_2952-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><br \/>\nEinmal rund um das Geb\u00e4ude, kam man aus dem Staunen nicht heraus. Etwas verwirrend waren allerdings die luftballon\u00e4hnlichen Tulpen&#8230;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/raschi52.rasalhague.uberspace.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/IMG_2954-e1496571502472.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1205\" src=\"http:\/\/raschi52.rasalhague.uberspace.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/IMG_2954-e1496571486907-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" \/><\/a>Durch unsere vorher bestellten Tickets gelangten wir z\u00fcgig in das Objekt unserer Begierde. Eine phantastische Konstruktion, alle W\u00e4nde und Deckenkonstruktionen sind gew\u00f6lbt, es gibt keine geraden Linien. Die Verkleidungen aus Sandsteinplatten sind alles Unikate, schon sehr aufwendig, wenn man bedenkt, dass das Museum 1997 er\u00f6ffnet wurde. Der Baubeginn war 1994, die Kosten beliefen sich auf 100 Mio. USD (Philharmonie Hamburg, Bauzeit ca. 8 Jahre, Kosten &gt; 1.000 Mio \u20ac??)<br \/>\nUnser erster Weg f\u00fchrte uns zu den Tulpen, in den Aussenbereich. Und es ergab sich auf einmal eine ganz andere Sichtweise&#8230;auch dank des Audioguides&#8230;Die Tulpen aus Edelstahl mit einer Spiegelfarbe versehen, wurden von dem K\u00fcnstler Jeff Koonz entworfen, und die Spiegelungen an den Oberfl\u00e4chen der Tulpen ergaben erstaunliche Effekte. Da konnte man sich daran sattsehen, obwohl das Wetter nicht richtig mitspielte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/raschi52.rasalhague.uberspace.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/IMG_2964-e1496571282808.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1208\" src=\"http:\/\/raschi52.rasalhague.uberspace.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/IMG_2964-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a>Wenn ihr das Bid anklickt und dann vergr\u00f6\u00dfert, m\u00fc\u00dftet ihr uns erkennen.<br \/>\nDer zweite sofort darauf folgende H\u00f6hepunkt war die Ausstellung &#8222;Matter of Time&#8220; des amerikanischen K\u00fcnstlers Richard Serra. Ausgestellt sind 6 Objekte, die in einem Raum von 130 x 30 m untergebracht sind, nach oben zur hohen Decke offen.<br \/>\nMan stelle sich eine am Boden liegende Ellypse vor, dar\u00fcber in ca. 6-7m H\u00f6he eine zweite Ellypse, allerdings um 60 Grad versetzt. Die sich daraus ergebende Mantelform nahm Serra als Basis f\u00fcr seine Kunstwerke. Er schuf mehrere Spiralen nach diesem Prinzip. Es hat 3 Jahre gedauert, bis Serra einen Lieferanten f\u00fcr diese Platten gefunden hat. Die gr\u00f6\u00dfte Spirale hat ein Gewicht von 276 to, die kleinste von 44 to.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/raschi52.rasalhague.uberspace.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/IMG_2962-e1496571311243.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1207\" src=\"http:\/\/raschi52.rasalhague.uberspace.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/IMG_2962-e1496571295414-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" \/><\/a><\/p>\n<p>Trotz eines strickten Fotografierverbots ist uns dieser Schnappschu\u00df gelungen. Es gibt keine gerade Linie. Beim Durchlaufen dieser Werke ergeben sich unterschiedliche Neigungen der Platten auch unterschiedliche Breiten der G\u00e4nge, was einem die Orientierung sehr erschwert. Ich ging dadurch wie auf einem fahrenden Schiff, immer nach einem Fixpunkt suchend, es gab aber keinen. Teilweise sehr beklemmende Gef\u00fchle kamen auf, und Erleichterung, wenn man dann im offenen Innern angekommen war und die Orientierung wieder einsetzte. Wir haben von einem oberen Balkon aus P\u00e4rchen in der Mitte ankommen sehen, die sich umarmten und inniglich k\u00fc\u00dften, weil sie sich dort angekommen wie ZUHAUSE f\u00fchlten, geborgen, in Sicherheit und unbeobachtet&#8230;Die Menschen oben auf den Balkonen waren au\u00dferhalb ihrer Vorstellung, ihres Erfahrungsraumes. Ein tolles Erlebnis, alle rationalen Erfahrungen, die unser Gehirn kennt, waren ausgeschaltet und der Emotion wurde freier Raum gelassen. Nach dem Durchgang durch alle Werke war ich schon ein bisschen geflasht.<\/p>\n<p>Am meisten waren wir interessiert an der Architektur und Innengestaltung des Museums, so dass wir nicht alle Ausstellungen ausgiebig besuchten, und Expressionisten haben wir schon viele vorher gesehen.<br \/>\nBeeindruckend waren Bilder von dem deutschen K\u00fcnstler Anselm Kiefer, dem ein eigener Ausstellungsraum gewidmet war. Anselm Kiefer z\u00e4hlt zu den bedeutendsten deutschen K\u00fcenstlern der Gegenwart.<\/p>\n<p>Und nach fast 3 Stunden Rundgang waren wir nicht mehr aufnahmef\u00e4hig f\u00fcr weiter Eindr\u00fccke, und das reicht auch.<\/p>\n<p><i>Mein Mann als Liebhaber und Verfechter der modernen Kunst h\u00e4tte ich mir auch nicht tr\u00e4umen lassen, aber solche Kunst zum Anfassen und Be-greifen\/Durchschreiten findet man nicht allzu oft.<br \/>\nDas Geb\u00e4ude innen wie au\u00dfen ist genial!!! &#8211; Bilbao = Guggenheim&#8230;<\/i><\/p>\n<p>Die Transferfahrt nach San Sebastian haben wir dann in einem kurzzeitigen Slot zwischen Regen- und\u00a0Regenwolken ziemlich stressfrei absolviert. Erst als wir unseren Wohnungsschl\u00fcssel abgeholt hatten begann der Regen und wir wurden nur auf den letzten Metern zu unserer Wohnung nass. Aber darum hatten wir ja die Regenkombis angezogen &#8211; nichts ist vergebens&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr heute ist die Fahrt nach San Sebastian vorgesehen, aber um 12:30h sind wir immer noch in Getxo, der Regengott meint es nicht gut mit uns. 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