Warum das Alles?? Der Versuch einer Erklärung

Zuerst muss man die Frage beantworten:"Wie sind wir auf das Motorradfahren überhaupt gekommen?"
Dazu muss man wissen, dass wir erst seit 2002 aktiv Motorradfahren, also ein bisschen spätberufen. Unsere Kinder sind der Meinung:"eine typische Midlife-Crisis". Lassen wir das mal so stehen.
In meiner Sturm-und Drangzeit als junger Familienvater kam schon einmal der Gedanke an ein Motorrad auf, aber mit 2 kleinen Kindern wurde die Erlaubnis noch nicht erteilt, und so verschwand der Wunsch erst mal in der Versenkung.
So mit den Jahren wurden auch die Kinder größer, man hatte mehr Muße, fuhr Fahrrad am Wochenende, und meistens verbunden mit einem Abstecher zu einer Freizeitanlage in Bottrop, auch einem sehr bekannten Motorradtreff. Und dann sass man da so, sah die sch¨nen Maschinen, total tolle Geräuschkulisse...
Und es tat sich dann wieder der Wunsch auf, evtuell doch einmal Motorrad zu fahren.

Wobei ich sagen muss, dass ich in meiner Jugend niemals eine Kreidler oder wie die Mopedtypen hiessen, besessen habe, auch noch nie ein motorisiertes Zweirad bis dato gefahren bin.
Dass hiess natürlich, erst mal einen Führerschein machen, also habe ich mich in einer Fahrschule in Firmennähe erkundigt, was ich denn so machen müsste. Und da die Fahrlehrer keine Probleme darin sahen, mir das fahren beizubringen, musste ich nur noch das ok meiner Exverlobten einholen. Und sie bedeutete sie mir, dass sie gerne mitfahren würde, also gesagt, getan.

In die Fahrschule, angemeldet, und dann musste ich neben der praktischen Ausbildung, die einen Wahnsinnsspass gemacht hatte, auch eine volle theoretische Prüfung machen, also auch Theoriestunden, zusammen mit etlichen Fahranfängern, die mich natürlich erst mal musterten und auch bestimmt bedauerten, so unter dem Motto: "Na Alter, Führerschein weg? Punkteabbau oder so?" Aber schnell war klar, um was es ging und beobachtete schon die Szene, die bald auf die motorisierte Welt losgelassen werden sollte in der stillen Hoffnung, einigen doch nicht im Strassenverkehr zu begegnen.

Also den Führerschein gemacht, und Anfang Februar 2002 waren wir dann stolzer Besitzer einer

KAWASAKI GPZ 1100 ABS

Ein paar technische Daten: Baujahr 1996, ca. 110 PS, Geschwindigkeit: ausreichend!
Man könnte meinen, ein bisschen viel PS für einen Anfänger, aber ich bzw. wir kamen sehr schnell gut mit der Maschinen zurecht, sind ca. 40.000 km damit gefahren.

Dann nach einiger Zeit gab es mehr und mehr kleinere Reparaturen, und das Vertrauen in die Maschine war nicht mehr so ganz da, zumal wir vorhatten, einen Tripp in die Alpen zu machen, und da soll schon alles passen.


So sind wir dann in uns gegangen, und haben uns nach einer gemeinsamen Probefahrt für eine

BMW K 1200S

entschieden, mit einem Superbikelenker, einer geänderten Sitzbank, tiefergelegten Sozia Fußraste, elektronischen Fahrwerkseinstellung, ein absolut geiles Teil. Und lasst sich trotz der ca. 180 PS sehr dosiert fahren, das Handling ist einfach super!





Zwischenzeitlich hatten wir einmal die Gelegenheit, eine

Ducati ST3S

ein Sporttourer, ein absolut scharfes Teil. Würden wir aber nicht kaufen, zu kibbelig, muss sehr hochtourig gefahren werden, ein gemütlich cruisen ist eigentlich nicht drin. Trotzdem eine irre Erfahrung, die BAS schwärmt heute noch davon, wohl wegen der Vibrationen oder so....



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